Es war ein aufregender Samstagabend in Wien, als der Himmel über der Stadt von dem Dröhnen eines Polizeihubschraubers durchzogen wurde. Ein Verkehrsrowdy hatte sich auf der A23 lautstark bemerkbar gemacht – und nicht auf die beste Art und Weise. Um 22.15 Uhr fiel der Landesverkehrsabteilung ein desolates Fahrzeug auf, das in Richtung Norden unterwegs war. Der Fahrer, der sichtlich kein Interesse daran hatte, die Kontrolle abzugeben, ignorierte die Anweisung der Polizei, anzuhalten und gab stattdessen Gas. Es begann eine Verfolgungsjagd, die nicht nur die Beamten, sondern auch unbeteiligte Verkehrsteilnehmer in Gefahr brachte.

Der 26-Jährige wechselte auf die A22, während ein Polizeifahrzeug versuchte, ihn durch kontrolliertes Abbremsen zum Stillstand zu bringen. Doch der Mann rammte das Polizeiauto und raste weiter in Richtung Lobgrundstraße. Mit überhöhter Geschwindigkeit wendete er sich durch den Verkehr und ließ dabei ein Chaos hinter sich. Man fragt sich, was in so jemandem vorgeht – das Adrenalin? Die Rebellion? Oder einfach nur ein Hirn, das zu viele Entscheidungen ignoriert? Jedenfalls sprangen er und seine beiden Mitfahrer schließlich aus dem Fahrzeug und flüchteten über eine Böschung, als sie sich in der Lobgrundstraße in die Enge getrieben fühlten.

Der Einsatz des Polizeihubschraubers

Ein Polizeihubschrauber wurde angefordert, um die Flüchtigen schnell zu lokalisieren. Dank der Wärmebildkamera gab es bald eine gute Nachricht: Die Beamten entdeckten den 26-Jährigen und seine Begleiter im Dickicht. Es ist schon erstaunlich, wie Technologie hilft, die Ordnung aufrechtzuerhalten – und wie schnell sich die Dinge ändern können. Wer hätte gedacht, dass aus einem kleinen Verkehrsunfall eine actionreiche Verfolgungsjagd wird? Der Mann hatte keine gültige Lenkerberechtigung und war zudem mit gestohlenen Kennzeichentafeln unterwegs. Das ist nicht nur gewagt, sondern auch ziemlich dumm.

Verfolgungsjagden sind im realen Leben alles andere als ein Spaß. Laut Experten sind sie mit einem hohen Unfallrisiko verbunden. Man könnte meinen, das Wegfahren vor der Polizei wäre nicht strafbar – aber wehe, du übertrittst die Verkehrsregeln. Geschwindigkeitsüberschreitungen oder Rotlichtverstöße können schnell zu einer rechtlichen Misere führen. Und im Falle eines Schadens haftet in der Regel der flüchtende Autofahrer oder dessen Kfz-Haftpflichtversicherung. Ja, die Versicherungen sind da sehr kreativ, wenn es darum geht, Schadenssummen zurückzufordern.

Ein gefährliches Spiel

Die Entscheidung, ob eine Verfolgungsjagd fortgeführt oder abgebrochen wird, hängt von vielen Faktoren ab. Die Polizei muss immer das Gefahrenpotenzial für alle Verkehrsteilnehmer im Blick haben. In stark frequentierten Innenstädten kann es vorkommen, dass Verfolgungen eingestellt werden, um Unbeteiligte zu schützen. Man kann sich leicht vorstellen, wie chaotisch eine Verfolgungsjagd in einem belebten Stadtgebiet ablaufen könnte. Hohe Geschwindigkeiten, rücksichtsloses Verhalten – das ist ein ganz gefährliches Spiel, und das wissen die Beamten auch.

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Die rechtlichen Rahmenbedingungen sind in jedem Land unterschiedlich. In Deutschland beispielsweise wird die Polizei nicht dazu gezwungen, Verfolgungsjagden in der Kriminalstatistik zu erfassen, da das Wegfahren vor der Polizei nicht strafbar ist. Schockierend, oder? In den USA jedoch sind die Zahlen alarmierend. Zwischen 2004 und 2013 wurden dort rund 17.600 Personen bei Verfolgungsfahrten verletzt. Das lässt einen schon nachdenklich werden, wenn man daran denkt, dass die ersten modernen Verfolgungsjagden auch in Filmen ihren Platz gefunden haben – oft glorifiziert, aber in Wirklichkeit alles andere als glamourös.

Die Begebenheiten in Wien sind ein weiteres Beispiel dafür, wie schnell die Situation eskalieren kann. Der 26-Jährige wurde schließlich vorläufig festgenommen und sowohl strafrechtlich als auch verwaltungsrechtlich angezeigt. In einem Moment der Rebellion wird das Leben auf den Kopf gestellt – und am Ende ist es nicht der Nervenkitzel, der bleibt, sondern der Gedanke an die Konsequenzen. Ein gefährliches Spiel, das niemand gewinnen kann.