Wien, das ist nicht nur die Stadt der Musik und der atemberaubenden Kaffeehäuser, sondern auch ein Ort, der mit seinem hohen Anteil an Altbauten glänzt. Diese beeindruckenden Gründerzeithäuser ziehen nicht nur Millionen von Touristen an, sie bieten auch leistbaren Wohnraum. Das Mietrechtsgesetz (MRG) sorgt dafür, dass hier alles geregelt abläuft. Die Stadt Wien hat sich ganz klar verpflichtet, diesen wertvollen Bestand zu schützen und dessen Erhalt zu kontrollieren. So wird bei uns das alte Gemäuer nicht einfach dem Verfall überlassen. Ganz im Gegenteil: Man schaut ganz genau hin und arbeitet eng mit verschiedenen Dienststellen zusammen, um den Zustand der Gebäude zu prüfen.

In den letzten Monaten gab es eine große Gebäudescreening-Offensive, die im April 2023 ins Leben gerufen wurde. Ein Zusammenspiel von Baupolizei (MA 37) und Stadtservice hat dazu geführt, dass in 13 Bezirken 68 Gebäudescreenings organisiert wurden. Über 7000 Gebäude wurden dabei unter die Lupe genommen – das sind ganz schön viele, wenn man darüber nachdenkt! Dabei sind 1940 Beanstandungen aufgetaucht, und oft waren es mehrere pro Gebäude. Vor allem feuerpolizeiliche Mängel (56 %) und bauliche Mängel (39 %) standen im Fokus. Das zeigt, wie wichtig diese Offensive ist, die nun auch auf die Bezirke Penzing und Währing ausgeweitet wird.

Ein Blick auf die Sanierungsförderung

Die Sanierung von Altbauten wird immer wichtiger. Besonders in Zeiten, wo Energieverbrauch und veraltete Heizungssysteme uns alle auf die Nerven gehen. Hier setzt die Stadt an und bietet staatliche Förderprogramme an, die auch für die Finanzierung von Altbausanierungen eine große Hilfe darstellen. Ab 2024 gibt es Änderungen bei den Förderprogrammen des Bundes. Gefördert werden vor allem energetische Sanierungen und der Austausch alter Heizungen. Das ist auch dringend nötig, denn die alten Heizungen sind oft echte Energiefresser!

Wenn du überlegst, deinen Altbau zu sanieren, kannst du Zuschüsse von bis zu 30.000 Euro pro Wohnung und Jahr erhalten. Und das Tolle daran? Wenn du einen individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) hast, gibt’s sogar einen zusätzlichen Bonus. Aber Achtung: Die Anträge müssen vor Beginn der Maßnahmen gestellt werden, und du brauchst Unterstützung von zertifizierten Energie-Effizienz-Expert:innen. Das klingt nach viel Bürokratie, aber es zahlt sich aus! Bei denkmalgeschützten Gebäuden gilt es, spezifische Richtlinien zu beachten, denn hier wird auf den Erhalt der historischen Substanz besonders geachtet.

Neuerungen und Pflichten für Eigentümer

Die Bauordnungsnovelle von 2023 hat die Instandsetzungspflichten für Gebäude verschärft. Seit ihrem Inkrafttreten gibt es keine neuen Genehmigungen für „wirtschaftliche Abbruchreife“ mehr. Ein weiteres wichtiges Element ist das verpflichtende Bauwerksbuch, auch bekannt als Gebäude-Pickerl. Das muss jeder Gebäudebesitzer führen, um Instandsetzungsmaßnahmen zu dokumentieren. Für ältere Gebäude, die vor 1919 errichtet wurden, endet die Übergangsfrist für das Bauwerksbuch am 31.12.2027, und für jene, die vor 1945 gebaut wurden, ist es der 31.12.2030. Das klingt nach einer Menge Arbeit, aber es sorgt dafür, dass unsere schönen Wiener Altbauten auch für die nächsten Generationen erhalten bleiben.

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Insgesamt zeigt sich, dass Wien nicht nur auf die Bewahrung seiner historischen Bausubstanz setzt, sondern auch aktiv in die Zukunft investiert. Die Stadt geht mit gutem Beispiel voran und setzt alles daran, dass Altbauten sowohl heute als auch morgen ein Zuhause für viele Menschen sein können. Und das ist doch einfach großartig!