Ein frischer Wind weht durch die Straßen von Döbling, und das Fairplay-Team sorgt dafür, dass er auch bei den Bewohnerinnen und Bewohnern ankommt. Mit einem neuen Standort in der Billrothstraße 61 hat das Team jetzt noch mehr Möglichkeiten, um Unterstützung und Beratung anzubieten. Seit August 2023 sind sie hier aktiv, aber ihre Wurzeln reichen bis ins Jahr 2010 zurück, als sie in Währing begannen, die Nachbarschaft zu stärken. Sechs engagierte Mitarbeiter des Wiener Familienbunds arbeiten in beiden Bezirken, und das Ziel ist klar: Menschen aller Altersgruppen zusammenbringen und ihnen helfen, ihre Anliegen im öffentlichen Raum zu klären.
Von Kommunikation über Beratung bis hin zu Konfliktlösung – die Bandbreite der Aufgaben ist vielfältig. Man merkt, dass hier echte Expertise gefragt ist. Besonders stark frequentierte Plätze wie der Türkenschanzpark und der Währinger Park bekommen besondere Aufmerksamkeit. Das Fairplay-Team hat den Anspruch, in diesen lebendigen Orten der Begegnung präsent zu sein, um Probleme frühzeitig zu erkennen und Lösungen anzubieten. Und das Beste? Die Beratungen sind kostenlos! Jeden Mittwoch von 14 bis 16 Uhr gibt es einen Infostammtisch in den neuen Räumlichkeiten, wo man einfach vorbeischauen kann.
Gemeinsam stark – Unterstützung und Mobilität
Egal, ob es um das Verfassen von Lebensläufen geht oder um das Beantworten von offiziellen Schreiben – die Unterstützung ist vielfältig. Ein echter Gewinn für alle, die in diesen Bezirken leben. Und die Mobilität des Teams bleibt erhalten! Sie sind weiterhin in Währing und Döbling unterwegs, um auch vor Ort direkt helfen zu können. Die jährlichen Kosten von 312.000 Euro werden auf verschiedene Schultern verteilt, ein Beispiel für gelungene bezirksübergreifende Zusammenarbeit.
Die Unterstützung kommt nicht von ungefähr. Bezirksvorsteher Daniel Resch von der ÖVP und Silvia Nossek von den Grünen haben die Initiative bereits unterstützt – eine gute Mischung aus politischer Kraft, die zeigt, wie wichtig soziale Projekte für das Zusammenleben in der Stadt sind. Solche Anlaufstellen sind nicht nur für die Integration von Migranten wichtig, sondern fördern auch den sozialen Zusammenhalt in der gesamten Gemeinde.
Ein Blick über den Tellerrand
Ein Thema, das auch über die Grenzen von Wien hinausgeht. In Deutschland lebten 2021 rund 2,3 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund, was 27,3 Prozent der Bevölkerung entspricht. Die Integration spielt also nicht nur in Großstädten, sondern auch in kleineren Städten und Landkreisen eine zentrale Rolle. Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) unterstützt mit Fördermitteln Projekte, die Begegnungsräume schaffen – ganz unabhängig von Einkommen, Herkunft oder Religion.
Die Städtebauförderung, insbesondere das Programm „Sozialer Zusammenhalt“, fördert die Gestaltung lebenswerter Quartiere. Investitionen in Begegnungszentren und soziale Infrastruktureinrichtungen sind dabei von großer Bedeutung. Man sieht also, dass das Fairplay-Team Teil eines größeren Ganzen ist, das sich um soziale Integration kümmert. Projekte wie diese sind nicht nur sinnvoll, sie sind auch notwendig, um das Miteinander in den Städten zu stärken. Wer weiß, vielleicht inspiriert das Fairplay-Team ja auch andere Bezirke zu ähnlichen Initiativen!