Heute, am 11. Juni 2026, möchte ich mit euch über ein Thema sprechen, das uns alle betrifft, besonders jetzt zur Wandersaison in unseren schönen Alpen. Die Weidesaison in Österreich zieht Wanderer in Scharen auf die Almen, doch die Begegnungen mit Weidetieren können schnell zur Gefahr werden – das haben wir jüngst in Oberlienz, Osttirol, schmerzlich erfahren müssen. Eine 67-jährige Frau wurde tragischerweise von einer Kuhherde getötet, während ihr Ehemann mit schweren Verletzungen überlebte. Ein Vorfall, der uns aufhorchen lässt, denn die Ursache für diese Attacke bleibt unklar.

Die Weidesaison, die von Mai bis Oktober dauert, ist zwar ein Fest für Naturliebhaber, doch besondere Vorsicht ist geboten. Josef Mayerhofer, der Obmann der NÖ Alm- und Weidewirtschaft, macht deutlich, dass Rinder zwar friedfertige Tiere sind, sie aber auch Fluchttiere, die bei Gefahr angreifen können. Wanderer tragen Verantwortung, besonders seit dem sogenannten „Kuh-Urteil“ von 2014, das besagt, dass sie beim Betreten von Almen auf ihr Verhalten achten müssen. Es gibt zwei einfache, aber wichtige Regeln: Ruhig sein und alle Zäune oder Tore schließen! Lautes Verhalten, insbesondere von Partygruppen, kann die Tiere verunsichern und zu gefährlichen Situationen führen.

Regeln für ein sicheres Miteinander

Die Zahl der Rinder auf Niederösterreichs Almen ist beachtlich – rund 7.000 Tiere sind hier auf 111 Almen zu finden. Bisher blieb es zwar meist bei kleineren Gefahrensituationen, doch die Vorfälle könnten auch zunehmen, besonders durch das Vorkommen von Großraubtieren wie Wölfen und Goldschakalen, die Unruhe unter den Weidetieren verursachen. Es ist wichtig, Abstand zu den Weidetieren zu halten und sie auf keinen Fall zu füttern. Kälber sind besonders schützenswert, und auch die Hunde müssen, wenn nötig, an die Leine. Im Zweifelsfall gilt: abgeleint, um die Gefahr für den Menschen zu minimieren!

Der Österreichische Alpenverein gibt klare Empfehlungen für den Umgang mit Weidetieren. Georg Unterberger, Leiter der Abteilung Hütten & Wege, hebt hervor, dass Respekt gegenüber den Tieren von größter Bedeutung ist – besonders, wenn ein Hund dabei ist. Die zehn Verhaltensregeln sind einfach und einleuchtend. Zum Beispiel: Kontakt zum Weidevieh vermeiden, ruhiges Verhalten an den Tag legen und wenn das Weidevieh den Weg versperrt, einfach mit Abstand umgehen oder umfahren.

Ein respektvolles Miteinander

Die Alm ist ein fester Bestandteil unserer alpinen Kulturlandschaft. Wanderwege führen oft über bewirtschaftete Almweiden, was das Risiko erhöht. Alarmsignale der Tiere, wie das Senken des Kopfes oder Brüllen, sollten wir ernst nehmen. Wolfgang Schnabl, Präsident des Alpenvereins, betont die Bedeutung eines respektvollen Miteinanders zwischen Wanderern und Weidetieren. Es ist nicht nur eine Frage der Sicherheit, sondern auch des Miteinanders in unserer wunderschönen Natur.

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Also, liebe Wanderfreunde, geht hinaus und genießt die Schönheit der Natur. Aber denkt daran: Sicherheit geht vor! Seid achtsam, haltet Abstand und respektiert die Tiere, die unsere Almen beleben. Nur so bleibt das Wandern in den Bergen ein unvergessliches Erlebnis.