Heute ist der 25.05.2026 und die Vorbereitungen für das Kranzelreiten sind in vollem Gange. In Unter St. Veit, genauer gesagt am Hauptplatz in Weitensfeld, haben sich die Menschen versammelt, um den Auftakt zu diesem traditionsreichen Event zu feiern. Mit einem bunten Mix aus Musik, Mode und sportlichen Wettkämpfen wurde ein wahres Fest für die Sinne inszeniert.
Die Trachtenkapelle Zweinitz sorgte gleich zu Beginn für beste Stimmung und spielte fröhliche, moderne Melodien, die die Besucher zum Schwingen brachten. Ein besonderes Highlight war die Modenschau der Trachtenmanufaktur Strohmaier, wo die neuesten Kollektionen mit frischen Pferdemotiven präsentiert wurden. Wer hätte gedacht, dass Tracht so stylish sein kann? Und das Beste: Ein Noriker-Stutenjährling wurde verlost! Ein wahrer Traum für jeden Pferdefreund und ein echter Anziehungspunkt für die Zuschauer.
Redewettbewerb und Pfingstläufer
Der Redewettbewerb „Jugend am Wort“ zog viele Teilnehmer an. Angetreten wurde in verschiedenen Kategorien: von vorbereiteten Reden bis hin zu Spontanreden, die das Publikum in ihren Bann zogen. In der Gruppe der unter 18-Jährigen setzte sich Julia Zöhrer durch, während Yvonne Morak in der älteren Kategorie die Nase vorn hatte. Der Teambewerb war ebenfalls ein spannender Wettkampf, den die Landjugendgruppe St. Veit 2 vor der LJ Beerenthal für sich entscheiden konnte. Bravo!
Aber das war noch nicht alles. Nach der Siegerehrung gab es einen Auftritt der Landjugend Deutsch Griffen, die mit einem Auftanz das Publikum begeisterten. Und während die Pfingstläufer Simon Dörfler, Rene Gebeneter und Nico Wissiak sich auf ihren 260 Meter langen Sprint vorbereiteten, kam die Frage auf, wer am Ende die steinerne Jungfrau am Marktplatz küssen würde. Der Druck war zum Greifen nah!
Die Noriker-Pferde: Eine Rasse mit Tradition
Der Noriker, das Hauptaugenmerk der Veranstaltung, ist eine mittelschwere Kaltblutpferderasse aus Österreich, die für ihre Trittsicherheit und ihr gutes Temperament bekannt ist. Diese Pferde haben einen ausdrucksvollen Kopf und einen gut bemuskelten Hals – einfach eine Augenweide! Die Rasse hat eine lange Geschichte, die bis zu den Römern zurückreicht, als sie Legionspferde nach Norikum brachten. Heute gilt der Noriker als gefährdete Rasse, und es gibt rund 4.800 registrierte Tiere in Österreich.
In den letzten Jahren hat sich die Zuchtpopulation stabilisiert, doch der Noriker bleibt eine Rasse, die Unterstützung braucht. Ihre Vielseitigkeit macht sie zu idealen Arbeitspferden, die in der Landwirtschaft, im Forst oder auch im Freizeitbereich eingesetzt werden können. Und das Beste: Sie sind genügsam und kommen mit wenig aus – Offenstallhaltung ist für sie kein Problem!
Die Veranstaltung endete mit Gstanzlsängern, die das Publikum mit ihren humorvollen Liedern zur Teilnahme am Kranzelreiten einluden. „Die Silberbacher“ sorgten für eine volle Tanzfläche und ließen die Feiernden bis in die späten Stunden tanzen. Ein solches Wochenende, voller Tradition und Gemeinschaft, lässt das Herz eines jeden Menschen höher schlagen und zeigt, wie lebendig die Kultur hier in Österreich ist.