Der Kiosk K67, ein wahres Stück jugoslawischer Alltagskultur, hat seinen Weg nach Wien gefunden! Entworfen 1966 vom slowenischen Architekten Saša Mächtig, repräsentiert er eine Ära, die viele von uns nur aus Erzählungen kennen. Heute steht dieser besondere Kiosk vor dem imposanten Museumsquartier – ein Ort, der Geschichte atmet und gleichzeitig ein hot spot für Kreativität und Genuss ist.

K67 ist nicht nur irgendein Verkaufsstand. Er hat viele Gesichter: Ob als Ticketschalter, Imbissstand oder ganz einfach als Ort für ein gutes Gespräch. Die Suche nach einem Kiosk, der in gutem Zustand ist, war für Fotograf Felix Hohagen und Architekt Philippe-Maurice Hällmayer alles andere als einfach. Von einst rund 7000 K67-Kiosken existieren nur noch wenige, und viele von ihnen wurden nicht gerade pfleglich behandelt. Der Kiosk, der nun in Wien steht, wird über den Sommer kulinarisch bespielt. Zusammen mit den kreativen Köpfen von „Estudio Schumi“, Fabio Schumi und Anna Radaschütz, stehen Sandwiches, Melonen-Ceviche und slowenischer Naturwein auf der Speisekarte. Das klingt nach Genuss pur!

Ein Kiosk mit Geschichte

Was diesen Kiosk besonders macht, ist nicht nur sein Design, sondern auch die vielen Geschichten, die er erzählt. Ursprünglich war K67 ein adaptierbares Modulsystem, das sich an verschiedene Bedürfnisse anpassen ließ – man könnte fast sagen, er ist der Chamäleon unter den Kiosken. Der Transport nach Wien war eine echte Herausforderung, denn er musste in Einzelteilen transportiert werden. Doch das hat sich gelohnt! Der Kiosk im Museumsquartier ist der einzige seiner Art, der im öffentlichen Raum bespielt wird, und das bis Mitte September. Von Donnerstag bis Sonntag kann man hier Wein, Snacks und Musik genießen. Das Projekt trägt den Namen „Freie Kiosk Kultur“ und lässt uns alle ein Stückchen Geschichte erleben.

Das Phänomen Kiosk ist nicht nur in Wien von Bedeutung. Wer einen Blick über die österreichischen Grenzen hinauswirft, merkt schnell, dass Kioske, auch Büdchen genannt, im Rheinland eine ähnliche Rolle spielen. Dort sind sie Anlaufstellen für Snacks und kleine Gespräche, vor allem für Studierende, die nach einem langen Tag in der Uni einen schnellen Snack brauchen. Auch hier hat die Kioskkultur, seit den 1980er und 90er Jahren, mit Herausforderungen zu kämpfen – der Strukturwandel und Konkurrenz machen vielen den Garaus. Trotzdem bleibt der Kiosk ein wichtiger Teil der regionalen Identität und erfüllt emotionale Bedürfnisse.

Ein Ort der Kommunikation

Kioske sind nicht nur Verkaufsstellen; sie sind soziale Treffpunkte. Das ist es, was sie so besonders macht. Oft betrieben von Migrant*innen, die neue Konzepte und Geschmäcker einbringen, haben sie sich erfolgreich angepasst und bleiben auch in schwierigen Zeiten relevant. Der Kiosk K67 ist, so betrachtet, ein perfektes Beispiel für diese kulturelle Verschmelzung. Er bringt nicht nur kulinarische Köstlichkeiten aus Slowenien nach Wien, sondern auch die Möglichkeit, sich zu treffen, zu plaudern und gemeinsam Zeit zu verbringen.

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Es ist einfach schön, dass wir in einer Stadt wie Wien einen Ort haben, an dem wir nicht nur gut essen, sondern auch in die Vergangenheit eintauchen können. Wenn ihr also mal vorbeischaut, gönnt euch ein Stück Melonen-Ceviche und genießt einen guten Schluck slowenischen Naturweins. Der Kiosk K67 ist mehr als nur ein Kiosk – er ist ein Erlebnis!