Die Sonne küsst Wien, und während die Stadt im Sommerlicht erstrahlt, sind die Gedanken vieler auf das Thema Photovoltaik gerichtet. Die österreichische Bundesregierung hat das Windhundprinzip für die Förderungen von kleinen Solaranlagen wieder eingeführt. Die letzte Förderrunde – ein echter Sprint – war innerhalb von 33 Sekunden ausgebucht! Das hat bei vielen Projektierern und Investoren für ordentlich Verärgerung gesorgt. Wie soll man da planen, wenn die Unsicherheit wie ein Schatten über den Projekten schwebt? Viele Handwerksbetriebe und Endkunden berichten, dass ihre Vorhaben aufgrund von Förderabsagen auf Eis liegen. Vera Immitzer, die Geschäftsführerin von PV Austria, hat bereits einen Round Table gefordert, um über alternative Investitionsanreize zu diskutieren.

Herbert Paierl, der Vorstandsvorsitzende von PV Austria, äußert sich ebenfalls kritisch: „Keine Förderung ist besser als eine, die Verunsicherung schafft.“ Das lässt aufhorchen. Die Branche braucht Planungssicherheit! Ein langfristiges Fördersystem, das die Investitionen in Photovoltaik und Batteriespeicher berücksichtigt, ist unerlässlich. Andernfalls könnte die Wirksamkeit der neuen Energiewendegesetze in Gefahr geraten. PV Austria schlägt sogar steuerliche Investitionsanreize vor, um an frühere erfolgreiche Unterstützungen anzuknüpfen. Die Energiezukunft liegt auf dem Tisch – wenn wir nur die richtigen Schritte gehen.

Die Förderlandschaft im Detail

Die wichtigste Förderung für private Photovoltaikanlagen ist der Investitionszuschuss aus dem Erneuerbare-Ausbau-Gesetz (EAG). Wer also eine PV-Anlage errichten oder erweitern möchte, kann hier einmalig auf einen Zuschuss hoffen. Für 2026 stehen dafür rund 40 Millionen Euro bereit. Die Höhe des Zuschusses ist abhängig von der Anlagengröße: Bis 10 kWp gibt es 150 €/kWp, über 10 bis 20 kWp 140 €/kWp und so weiter. Ein Beispiel gefällig? Eine 10-kWp-Anlage mit einem 10-kWh-Speicher könnte bis zu 3.100 € Zuschuss erhalten!

Doch aufgepasst: Die Registrierung für den Zuschuss muss vor der Bestellung oder Errichtung der Anlage erfolgen. Ab 1. April 2025 wird der Umsatzsteuersatz für kleine PV-Anlagen wieder regulär sein – der Umsatzsteuer-Nullsatz ist dann Geschichte. Außerdem gibt es ab 2025 den Made-in-Europe-Bonus, der bis zu 30 Prozent zusätzlichen Zuschuss für in Europa produzierte Komponenten bietet. Das klingt gut, oder?

Regionale Initiativen und Herausforderungen

In Österreich bieten einige Bundesländer und Gemeinden zusätzliche Förderungen für PV-Anlagen an, die mit dem EAG-Zuschuss kombinierbar sind. Besonders in Kärnten, Salzburg, Vorarlberg und Wien ist der Trend zu beobachten, dass Photovoltaikanlagen großzügig gefördert werden. Aber hier ist auch eine Herausforderung: Die Fördercalls für 2026 laufen nach dem Windhundprinzip, was bedeutet, dass es schnell gehen muss.

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Die Förderzeiträume sind klar strukturiert: Der erste Call für 2026 startet am 23. April, gefolgt von weiteren im Juni und Oktober. Die Verteilung der Fördermittel erfolgt in Kategorien, die von der Anlagengröße abhängen. Das klingt nach einer Menge Bürokratie, und das ist es auch! Aber ohne eine gut durchdachte Strategie könnte die Energiewende ins Stocken geraten.

Das Thema Energiewende ist brisant und wird von der gesamten Branche ernst genommen. „Wir sind bereit, gemeinsam Lösungen zu entwickeln“, sagt PV Austria, und das ist auch dringend nötig. Denn nur so können wir leistbaren heimischen Strom sichern und die gesetzten Klimaziele erreichen. Wien ist bereit für die Energiewende – die Frage ist nur, ob die Rahmenbedingungen das auch zulassen.