Heute ist der 30.05.2026 und wir blicken auf das Herz von Rudolfsheim-Fünfhaus, wo sich etwas Altes mit Neuem vereint. Das „Heidingers Gasthaus“ hat in den letzten Monaten viel Aufsehen erregt. Ingobert Könczöl und seine Frau Barbara Lass-Könczöl, ein sympathisches Paar, haben die Zügel des traditionsreichen Lokals übernommen. Früher war es nicht nur ein Ort für die Nachbarn, sondern auch ein Teil der Fußballgeschichte von Rapid Wien. Wer hätte gedacht, dass hier einst die Umkleidekabinen der Spieler standen? Ein Stück Wiener Fußballgeschichte, das in den Wänden des Gasthauses lebt!
Die Glocken der nahegelegenen Pfarrkirche läuteten früher zum Ende der Spiele, eine akustische Erinnerung an die aufregenden Zeiten, als Rapid Wien von 1903 bis 1911 auf dem angrenzenden Fußballplatz seine Spiele austrug. Ingobert, ein gebürtiger Tiroler, bringt nicht nur seine Erfahrungen aus der Automobilindustrie mit, sondern auch eine Kochausbildung, die diesen Ort mit neuen, köstlichen Aromen bereichern könnte. Und Barbara, die tagsüber im Bildungsministerium arbeitet, hilft abends im Gasthaus – ein echtes Team, das Hand in Hand arbeitet!
Ein neues Kapitel im Gasthaus
Nach über 40 Jahren im Familienbesitz gaben Robert und Susanne Heidinger das Gasthaus 2025 auf. Am 6. Februar 2026 war dann der große Tag – die Wiedereröffnung unter neuem Namen, aber mit dem vertrauten Charme. Ingobert hat sich vorgenommen, die traditionellen Gerichte beizubehalten, die viele hier lieben, und gleichzeitig Tiroler Spezialitäten einzuführen. Man kann sich nur vorstellen, wie der Duft von frisch zubereiteten Knödeln und herzhaften Speckgerichten durch das Gasthaus zieht.
Doch so einfach ist es nicht. Das Paar hat sich gut in der Nachbarschaft eingelebt, doch die Herausforderungen des Gastgewerbes sind nicht zu unterschätzen. Es braucht Zeit, um neue Gäste zu gewinnen und die Traditionen des Lokals mit frischem Wind zu kombinieren. Ingobert und Barbara sind motiviert, ihre Vision verwirklichen und den Gästen ein Stück Heimat zu bieten. Ein Ort, wo man nach einem langen Tag gerne einkehrt, um sich mit Freunden zu treffen und das Leben zu genießen.
Wiener Gemütlichkeit und Kulinarik
Es gibt etwas Beruhigendes an einem Gasthaus, in dem die Geschichten der Vergangenheit in den Wänden stecken. Die Atmosphäre ist geprägt von Gemütlichkeit und dem Gefühl von Heimat. Hier trifft man sich nicht nur zum Essen, sondern auch zum Plaudern und Lachen. Das ist es, was Ingobert und Barbara auch anstreben: Ein Treffpunkt für die Menschen im Viertel zu sein, ein Ort der Begegnung, wo man einfach gerne verweilt.
Die Herausforderung liegt nicht nur in der Küche, sondern auch in der Kunst, eine Gemeinschaft zusammenzubringen. Und das gelingt ihnen, Stück für Stück. Man hört das leise Klirren von Gläsern, das Geschirr, das auf den Tischen abgestellt wird, und die Stimmen der Gäste, die miteinander lachen und Geschichten austauschen. Das ist der Puls eines lebendigen Gasthauses, in dem jeder willkommen ist.
