Heute ist der 26.05.2026 und wir blicken auf die aktuelle Situation in Wiens Freibädern. Ab dem kommenden Jahr wird’s teurer – und das nicht zu knapp! Die Eintrittspreise steigen um durchschnittlich 6,37 Prozent. Ein richtiges Stückchen mehr für den Sprung ins kühle Nass. Besonders betroffen sind die Familienbäder, die ihre Öffnungszeiten ab Mai und Juni nun auf 13 Uhr beschränken. Das trifft vor allem das Familienbad Reinlgasse im 14. Bezirk, das ein beliebter Anlaufpunkt für die Familien aus den Bezirken 14 und 15 ist. Die kleinen Gurgelmonster und ihre Eltern müssen also länger auf das Planschen warten.
Die ÖVP in Penzing und Rudolfsheim-Fünfhaus hat das bereits erkannt und bringt Anträge zur Rücknahme der Kürzungen in die Bezirksvertretungen ein. Andreas Eisenbock, der ÖVP-Bezirksparteiobmann, hat sich klar gegen die Preiserhöhungen und die Leistungskürzungen ausgesprochen – das ist unfair, findet er. Auch Felix Ofner von der ÖVP Rudolfsheim-Fünfhaus unterstützt diesen Kurswechsel. Man darf gespannt sein, ob die Stadt auf die Forderungen reagiert.
Neuerungen und Tests
Im Gänsehäufel gibt’s ab Juni eine elektronische Check-in-Möglichkeit für Dauer- oder Onlinekarten. Das klingt nach einem modernen Schritt, der den Zugang zu den Bädern erleichtern soll. Außerdem wird das Strandbad Alte Donau ab dem 20. Juni bis zum 2. August verlängerte Abendöffnungszeiten testen. Bei schönem Wetter darf man dann bis 20:30 Uhr im Wasser planschen. Sollte dieser Test erfolgreich sein, könnte das auch weitere Bäder dazu bewegen, ihre Öffnungszeiten zu erweitern.
Um einen kleinen Vergleich zu ziehen: In Deutschland sind die Preise für den Besuch eines Schwimmbads im Mai 2023 um 5,7 Prozent gestiegen – und das in einem Jahr, in dem die Verbraucherpreise insgesamt nur um 2,1 Prozent zulegten. Auch die Preise für Sonnenschirme und Badebekleidung haben sich erhöht, was manch einen dazu bringen könnte, sein Handtuch lieber zu Hause zu lassen. Aber auf der anderen Seite gibt es in Deutschland ja auch jede Menge Freibäder und Naturbäder – etwa 2.800 an der Zahl, dazu noch 570 Naturbäder. Ein wahres Paradies für Wasserratten!
Die Bedeutung von Bädern
Ein bisschen zum Nachdenken: In Deutschland haben gut 600 Menschen im Jahr 2023 eine Ausbildung zum Fachangestellten für Bäderbetriebe begonnen – das sind drei Prozent mehr als im Vorjahr. Über zwei Drittel der neuen Auszubildenden sind Männer. Das zeigt, wie wichtig und gefragt dieser Beruf ist, besonders in Zeiten, in denen die Bedeutung von Freizeit und Erholung immer weiter zunimmt. In ländlichen Regionen Deutschlands beträgt die durchschnittliche Erreichbarkeit eines Freibades übrigens über 20 Minuten – in Wien sollte das doch kein Problem sein, oder?
Also, auch wenn die Preise steigen und die Öffnungszeiten eingeschränkt werden, bleibt der Sommer in Wiens Freibädern auch in Zukunft ein Highlight für viele Familien. Mal schauen, wie sich die Situation entwickelt – vielleicht gibt’s ja bald positive Überraschungen!
