In Penzing gibt es Neuigkeiten, die das Potenzial haben, die Region nachhaltig zu verändern. Die Verantwortlichen haben den Kaufvertrag für den ehemaligen Fliegerhorst unterzeichnet. Bürgermeister Peter Hammer (CSU) war sogar bereit, seinen Urlaub zu unterbrechen, um seine Unterschrift zu leisten. Man merkt, dass hier etwas in Bewegung kommt! Die frohe Botschaft wurde von Zweitem Bürgermeister Manfred Schmid in einer Gemeinderatssitzung am Dienstagabend verkündet. Doch bevor die großen Pläne in die Tat umgesetzt werden können, muss der Haushaltsausschuss des Bundestags noch zustimmen. Erst wenn das passiert, wird der Zweckverband Area 61 offiziell Eigentümer der Konversionsfläche. Momentan gehört das Areal noch der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben.

Die Hintergründe sind leider nicht ganz unproblematisch. Immer wieder gab es Überlegungen zur militärischen Nutzung des Geländes, was vor allem mit der angespannten sicherheitspolitischen Lage, etwa durch den Ukrainekrieg, zusammenhängt. Schmid sieht jedoch Licht am Ende des Tunnels. Während andere Projekte bereits gestoppt oder eingeschlafen sind, geht die Konversion des Fliegerhorsts in Penzing voran. Der Zweckverband Area 61 hat einen Nachtragshaushalt von 40 Millionen Euro aufgestellt, um den Kauf zu stemmen. Von den 270 Hektar, die ursprünglich im Spiel sind, hat der Zweckverband 200 erworben; der Rest bleibt vorerst im Besitz der BImA.

Ein Blick in die Zukunft

Die Planung wird in Fünf-Jahres-Schritten erfolgen, wobei der Fokus zunächst auf gewerblicher Nutzung und der Nachverdichtung von Bestandsimmobilien liegt. Spannend wird es erst in 12 bis 17 Jahren, wenn Wohnraum auf dem ehemaligen Fliegerhorst entstehen soll. Bis dahin gibt es bereits erste Nutzungen: Die Penzing Studios und der ADAC haben das Areal zum Teil in Beschlag genommen. Doch nicht alle sind glücklich über die Entwicklungen. Das Verteidigungsministerium hat angeordnet, den Fliegerhorst als potenziellen Kasernenstandort zu prüfen, was die Pläne für eine zivile Nutzung ins Wanken bringen könnte. Das könnte alles noch komplizierter machen!

Es gibt jedoch auch positive Stimmen. Der Zweckverband Area 61 zeigt sich bereit, mögliche temporäre Nutzungen für die Bundeswehr zu besprechen und die Bedarfe der Truppe zu erörtern. Der Landkreis Landsberg ist optimistisch, dass die geplanten Unterkünfte für geflüchtete Personen weiterhin genutzt werden können. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Lage entwickelt, zumal die Bundeswehr bis 2031 plant, die Zahl der Wehrdienstleistenden auf 40.000 zu erhöhen. Das erfordert natürlich zusätzliche Kasernen und könnte die Pläne zur Umwandlung militärischer Liegenschaften in zivile Zwecke weiter auf die Probe stellen.

Der große Umwandlungsstopp?

Vor kurzem hat das Verteidigungsministerium angekündigt, dass es die Umwandlung militärisch genutzter Liegenschaften in zivile Nutzung stoppen könnte. Dies geschieht vor dem Hintergrund des wachsenden Bedarfs an Standorten durch die geplante Vergrößerung der Streitkräfte. Eine Vielzahl von Liegenschaften, darunter 187 im Eigentum der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, stehen auf der Liste der potentiellen neuen Kasernenstandorte. Der Fliegerhorst in Penzing ist da keine Ausnahme. Das macht die zukünftige Planung umso kniffliger.

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Eine „strategische Liegenschaftsreserve“ soll eingerichtet werden, um diese Flächen kurzfristig zur Verfügung zu stellen. Das bedeutet, dass bestehende zivile Planungen möglicherweise auf der Kippe stehen. Der Staatssekretär Nils Hilmer hat bereits betont, dass man sich der Tragweite dieser Entscheidung bewusst ist und versucht, die zivilen Planungen zu berücksichtigen. Die ganze Sache hat also viele Facetten – da könnte noch einiges auf die Beteiligten zukommen.

Wir sind gespannt, wie es mit dem Fliegerhorst in Penzing weitergeht. Der Ort hat das Potenzial, sich zu einem neuen Zentrum für Gewerbe und Wohnen zu entwickeln – oder vielleicht wird er doch wieder militärisch genutzt? Eines ist sicher: Die kommenden Jahre werden entscheidend sein.