Heute ist der 22. Mai 2026 und die Stimmung in Hütteldorf könnte nicht angespanter sein. Rapid Wien steht vor einer großen Herausforderung: Die Qualifikation für den Europacup muss unbedingt her! Ein Blick auf die Fakten zeigt, dass der Verein mit dem teuersten Kader in seiner Geschichte antritt. Doch die Realität sieht etwas anders aus – die Ausfälle und die Probleme, die Trainer Johannes Hoff Thorup seit seinem Debüt im Jänner hat, werfen einen Schatten auf die ambitionierten Pläne.
Die erste Heimpleite gegen Ried in der Bundesliga im Herbst 2025 hat nicht gerade für gute Laune gesorgt. Vor dem Play-off um das letzte Europacup-Ticket ist es schwierig, einen Favoriten zu benennen. Ried hat zwar ein kleineres Budget, doch die Ausgangslage bleibt ungewiss. Rapid hat mit massiven Verletzungssorgen zu kämpfen. Spieler wie Horn, der nach einem Derby-Foul für die Saison beendet ist, und die kurzfristigen Ausfälle von Cvetkovic und Grgic – der mit Hüftschmerzen vom Abschlusstraining musste – sorgen für eine überraschende Aufstellung, in der sogar Jonas Auer in der Startelf stehen könnte. Die Frage, ob Bolla, der krank war, dem Kader beitreten kann, bleibt ebenfalls offen.
Auf zur Europacup-Qualifikation
Das Hinspiel findet heute Abend um 19:30 Uhr in Ried statt, während das Rückspiel am Montag um 17 Uhr in Hütteldorf über die Bühne geht. Der Druck ist enorm, und die Fans sind gespannt, ob die Mannschaft trotz der Widrigkeiten den Sprung in die Gruppenphase des Europacups schaffen kann. Rapid, gegründet am 8. Januar 1899, zählt zu den Rekordmeistern in Österreich mit stolzen 32 Meistertiteln und 14 nationalen Pokalsiegen. Die größten Erfolge in den 80er und 90er Jahren, als man zweimal im Finale des Europacups der Pokalsieger stand, scheinen in weiter Ferne.
Mit 25.544 Mitgliedern und einer langen, glorreichen Geschichte ist der Sportklub Rapid mehr als nur ein Fußballverein. Die Anhänger leben und atmen den Verein – sie sind in guten wie in schlechten Zeiten treu. Aber die letzten Saisons waren alles andere als einfach. In der abgelaufenen Saison 2025/26 landete Rapid auf dem 5. Platz und schaffte es nur ins Viertelfinale der UECL. Auch in der Saison 2024/25 sah es nicht viel besser aus – 5. Platz, und das Achtelfinale in der UECL war das höchste der Gefühle.
Ein Blick auf die Zukunft
Die Frage, wie es weitergeht, hängt nicht nur vom heutigen Spiel ab. Max Senft, der nach dem Play-off von Ried nach Karlsruhe wechselt, könnte die Karten neu mischen. Das Team braucht dringend einen frischen Wind, um wieder an alte Erfolge anzuknüpfen. Das Torverhältnis von 36:41 in der aktuellen Saison spricht Bände und zeigt, dass es an allen Ecken und Enden hapert. Ein Umdenken ist dringend nötig, um das große Ziel der Europacup-Qualifikation zu erreichen.
Die Fans sind gespannt, ob sich die Mühen auszahlen werden. Die Hoffnung stirbt zuletzt, und so heißt es auf den Rängen: „Auf geht’s, Rapid!“ Vielleicht gibt es ja doch noch einen Lichtblick in dieser dunklen Zeit. Die Rückkehr zu alten Höhen könnte schon bald wieder Realität werden – aber nur, wenn die Mannschaft die Herausforderungen annimmt und die Fans die nötige Unterstützung bieten. Wien, eine Stadt voller Fußballleidenschaft, wartet auf die nächsten Heldentaten des SK Rapid!