In einem aufregenden Schritt in Richtung einer lebendigeren und ruhigeren Stadt plant Wien das erste „Low Traffic Grätzl“ in Meidling, genauer gesagt rund um die Wolfganggasse. Die Idee dahinter? Verkehrsberuhigung und die Schaffung neuer Aufenthaltsbereiche im öffentlichen Raum. Das klingt doch schon mal vielversprechend! Denn wer möchte nicht gerne in einer ruhigen Nachbarschaft leben, wo man auch mal in Ruhe auf einer Bank sitzen kann, ohne dass einem die Abgase des Durchzugsverkehrs um die Ohren fliegen?

Ein bisschen wie ein Baukasten funktioniert das Konzept, das es den Bezirken ermöglicht, verschiedene Elemente auszuwählen. Autos dürfen zwar zufahren, aber der klassische Durchzugsverkehr soll weitestgehend reduziert werden. Das heißt konkret: Fußgängerzonen, Diagonalfilter an den Kreuzungen, bunte Bodenbemalungen und sogar mobile Bäume sollen mithelfen, das Trubel der Stadt ein wenig in den Hintergrund zu rücken. Und das Beste daran? Der Umbau ist günstiger und schneller umsetzbar als das aufwendigere „Supergrätzl“, das in Favoriten immerhin stolze 7,88 Millionen Euro gekostet hat. Für das „Low Traffic Grätzl“ steht ein Fördertopf von 50.000 Euro pro Bezirk bereit – da kann man sich doch einiges ausdenken! Ein Pflanzentrog mit Wasserspender kostet zum Beispiel nur 5.000 Euro. Da wird der Geldbeutel nicht ganz so sehr strapaziert.

Die Umsetzung in Meidling

Die Maßnahmen, die in Meidling umgesetzt werden sollen, sind vielfältig: eine Fußgängerzone in der Wolfganggasse, zwei Diagonalfilter, neue Aufenthaltsräume und die Umdrehung von Einbahnen. Das klingt nach einem recht lebendigen und einladenden Ort, wo man sich gerne aufhält. Ein bisschen wie ein kleiner Park, aber mitten in der Stadt!

Aber das ist nicht alles – auch in anderen Bezirken wie Mariahilf, Alsergrund und Rudolfsheim-Fünfhaus gibt es bereits Pläne für ähnliche Projekte. Die Starttermine sind zwar noch unklar, aber die Vorfreude auf eine entspannendere Stadtkultur wächst. Und um das Ganze noch ein wenig spannender zu machen: Das Konzept ist inspiriert von über 100 verkehrsberuhigten Quartieren in London, die seit 2020 bereits gute Ergebnisse zeigen. Vielleicht können wir uns also auch auf etwas Großartiges in Wien freuen!

Verkehrsberuhigung im Trend

Verkehrsberuhigungsmaßnahmen sind in vielen Städten auf dem Vormarsch. In Deutschland beispielsweise wächst das Interesse an solchen Projekten, obwohl es auch gegenläufige Stimmen gibt. Kritiker befürchten, dass der Verkehr nicht abnimmt, sondern lediglich auf benachbarte Straßen verlagert wird. Doch empirische Befunde aus verschiedenen Projekten zeigen, dass diese Sorgen oft unbegründet sind. Fast alle Erhebungen belegen das Phänomen der „traffic evaporation“ – der Kfz-Verkehrsaufkommen verringert sich insgesamt und die Maßnahmen wirken sich positiv aus. Das ist doch eine erfreuliche Erkenntnis für alle, die in Städten leben und sich nach mehr Ruhe sehnen!

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In der Diskussion über Verkehrsberuhigung sollte man diese positiven Effekte unbedingt berücksichtigen. Schließlich ist es nicht nur eine Frage der Verkehrslenkung, sondern auch des Lebensgefühls in der Stadt. Wenn wir uns in unseren Vierteln wohler fühlen, wirkt sich das auch auf unsere Lebensqualität aus. Und das ist letztendlich das Ziel, oder nicht?