Am 18. Mai, einem bedeutenden Datum, wird im Kultursalon Hetzendorf ein ganz besonderer Abend stattfinden. Anlässlich des 75. Todestages von Hermynia zur Mühlen würdigt die Schauspielerin und Historikerin Andrea Schramek diese faszinierende Exilautorin mit einer Lesung, die um 19 Uhr beginnt. Der Eintritt kostet 20 Euro, und wer sicher einen Platz möchte, sollte sich unter 0699/122 915 19 schnell reservieren.

Aber was erwartet die Zuhörer an diesem Abend? Andrea Schramek wird aus ihrem Werk „Diese ungewöhnliche Gräfin“ lesen. Dabei wird sie nicht nur die Worte Hermynia zur Mühlens lebendig werden lassen, sondern auch einen Vortrag über ihr bewegtes Leben halten. Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung von Georg Baum, einem versierten Harfenisten, der dafür sorgt, dass die Klänge der Harfe die Erzählungen auf zauberhafte Weise untermalen. Nach der Lesung gibt es Gelegenheit zum Gespräch und Austausch bei einem Glas Wein und ein paar Broten – eine schöne Möglichkeit, um in lockerer Runde über Literatur und das Leben zu plaudern.

Das Leben von Hermynia zur Mühlen

Die Autorin Hermynia zur Mühlen hat eine Geschichte, die selbst wie ein Roman wirkt. Geboren in die hochadelige Familie Crenneville, wuchs sie in Wien und Gmunden auf. Ihre Heirat mit einem baltischen Junker im Jahr 1907 führte zu einer Sinnkrise, die sie letztlich in die Selbstfindung trieb. Nach ihrer Erkrankung reiste sie zur Kur nach Davos und kehrte nicht mehr zu ihrem Mann zurück. Stattdessen fand sie in dem ungarischen Übersetzer Stefan Klein eine neue Inspiration – mit 40 Jahren begann sie zu schreiben!

In der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg wurde sie bekannt als die „rote Adelige“ in der linken Presse. Ihre Werke, die Erzählungen, Romane, Märchen und Novellen umfassen, bieten einen tiefen Einblick in die Gesellschaft ihrer Zeit. Doch die politischen Turbulenzen des 20. Jahrhunderts zwangen sie zur Flucht vor dem Faschismus über die Slowakei nach England, wo sie 1951 verarmt und vergessen starb. Ein trauriges Ende für eine so talentierte Schriftstellerin, die viel zu oft in den Schatten der Geschichte geraten ist.

Musikalische Begleitung und Austausch

Georg Baum, der an diesem Abend für die musikalische Untermalung sorgt, ist ein wahres Multitalent. Als Komponist, Harfenist und Poet hat er sich einen Namen gemacht. Seine eigene CD-Produktion „harpmosphere“ lässt die Herzen von Musikliebhabern höherschlagen. Seine Präsenz im Theater Drachengasse hat bereits viele verzaubert, und man darf gespannt sein, wie er die Lesung mit seinen Klängen bereichern wird.

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Die Veranstaltung am 18. Mai ist mehr als nur ein literarisches Ereignis – sie ist eine Hommage an eine außergewöhnliche Frau, die trotz aller Widrigkeiten nie aufgehört hat, ihre Stimme zu erheben. In einer Zeit, in der der Austausch über Literatur und Geschichte wichtiger denn je ist, lädt der Kultursalon Hetzendorf dazu ein, über den Tellerrand zu schauen und in die Welt einer bemerkenswerten Exilautorin einzutauchen. Also, seien Sie dabei und lassen Sie sich von Hermynia zur Mühlens Leben und Werk inspirieren!