Die Geschichte der Firma Bertrams ist nicht nur eine Chronik industrieller Errungenschaften, sondern auch ein faszinierendes Stück österreichischer Tradition. Gegründet wurde das Unternehmen im Jahr 1868 von Karl Höller, der zuvor mit dem schnellsten Segelboot nach Amerika segelte und dort den Kniebogen für Ofenrohre patentierte. Die Rückkehr nach Europa markierte den Beginn einer Erfolgsgeschichte, die bis heute anhält. Mit der Gründung der ersten Knie- und Ofenrohrfabrik in Deutschland und der späteren Niederlassung in Wien, Meidling, im Jahr 1876 legte Höller den Grundstein für ein Unternehmen, das nicht nur in Österreich, sondern in ganz Europa Maßstäbe setzt.

Aktuell hat Bertrams seinen Standort nach Jois im Burgenland verlegt und feiert stolz 150 Jahre Unternehmensgeschichte. Geschäftsführer Martin Wolfram berichtet von einem hohen Wettbewerbsdruck, insbesondere durch östliche Länder. Um in dieser herausfordernden Zeit wettbewerbsfähig zu bleiben, setzt das Unternehmen auf Automatisierung der Produktion und hat einen geruchsneutralen Hydrolack eingeführt, um sich von der Konkurrenz abzuheben. Trotz der Automatisierung konnte das Personal gehalten werden, und ein Shuttleservice für Mitarbeiter aus Wien sorgt dafür, dass die Belegschaft weiterhin gut angebunden ist.

Innovation und Tradition

Die Kniepresse, die Bertrams Anfang 1872 erfand, ist bis heute das Herzstück des Betriebs. In den mehr als 150 Jahren seines Bestehens hat das Unternehmen die Höhen und Tiefen des 20. Jahrhunderts überstanden und sich als einer der führenden Abgas- und Ofenrohr-Spezialisten in Europa etabliert. Unter der aktuellen Leitung von Hermine Rosen und Martin Wolfram bleibt die Firma in Familienbesitz und verfolgt stetig neue Innovationsziele.

Ein wichtiger Aspekt für Bertrams ist die Qualität der Rohstoffe, die für die Produkte verwendet werden. Wolfram legt großen Wert auf Nachhaltigkeit und beobachtet rund zehn Mitbewerber in Europa. Der wichtigste Absatzmarkt bleibt Deutschland, wobei der Standort Österreich logistische Vorteile bietet. Bertrams plant auch den Ausbau des Endkundengeschäfts, um die Angebote in Baumärkten, Fachgeschäften und im Online-Shop weiter zu verbessern.

Die Herausforderungen der Industrie

Die Entwicklungen in der Industrie sind jedoch nicht ohne Herausforderungen. Eine aktuelle Studie von der TU Wien zeigt, dass die Geschäftslage von nur 50,5 % der Unternehmen als positiv bewertet wird, der niedrigste Wert seit 2019. Hohe Lohnstückkosten und geopolitische Spannungen belasten die Produktionsbetriebe. Dennoch gibt es Lichtblicke: 44,7 % der Unternehmen erwarten in den nächsten fünf Jahren ein Beschäftigungsplus. Die Bertrams-Firma ist hier gut aufgestellt, da 95,7 % der Betriebe menschlicher Arbeit eine große Bedeutung beimessen.

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Österreich hat sich zudem als Vorreiter in der Digitalisierung positioniert, mit über 482 Industrierobotern pro 10.000 Beschäftigten, was über dem internationalen Durchschnitt liegt. Ein Großteil der Unternehmen hat bereits Künstliche Intelligenz in ihren Produktionsprozesse integriert, um die Effizienz weiter zu steigern. Die Industrie steht also vor einem Umbruch, der durch Innovation, Automatisierung und Nachhaltigkeit geprägt ist.

Insgesamt zeigt die Geschichte von Bertrams, dass Tradition und Innovation Hand in Hand gehen können, um auch in herausfordernden Zeiten wettbewerbsfähig zu bleiben. Mit einem klaren Fokus auf Qualität, Nachhaltigkeit und fortschrittliche Produktionstechniken ist das Unternehmen bereit, die nächsten 150 Jahre aktiv zu gestalten.