In Meidling brodelt es – und das nicht nur, weil der Sommer vor der Tür steht. An der Kreuzung Längenfeldgasse/Schönbrunner Straße sorgt die Ampelschaltung für hitzige Diskussionen. Hier kreuzen sich nicht nur die Wege von Radfahrern und Fußgängern, sondern auch die Meinungen der politischen Akteure. Die Grünen Meidling setzen sich vehement dafür ein, die Grünphase für Radfahrer zu verlängern, und fordern, dass diese von der für Fußgänger entkoppelt werden sollte. Doch sie stehen nicht alleine auf weiter Flur. Mehrere Parteien im Bezirk sprechen sich gegen diesen Vorstoß aus. Ein echter Politikkampf, der für Aufregung sorgt!

Die Kreuzung ist stark frequentiert. Morgens schwirren die Radler vorbei, und die Fußgänger drängeln sich, während die Autos ungeduldig an der Ampel warten. Die Grüne Klubvorsitzende Almud Auner hebt hervor, wie wichtig die Radwege für Alltagsradler sind. „Es ist einfach absurd, dass wir hier nicht für mehr Sicherheit sorgen“, sagt sie und zeigt sich enttäuscht über den kürzlich in der Bezirksvertretung abgelehnten Antrag zur Verlängerung der Grünphase. Gegen die Stimmen der Grünen, Neos und KPÖ gab es eine klare Ablehnung. Die Bezirksvorstehung, vertreten durch SPÖ-Mann Wilfried Zankl, weist auf die Sicherheitsbedenken hin. Laut den Erkenntnissen der Verkehrskommission und den zuständigen Stellen, MA 33 und MA 46, erhalten Rad- und Fußverkehr tatsächlich früher Rot als die Autos.

Ein Blick auf die Ampelregelungen

Die Ampeln sind nicht nur ein technisches Detail, sondern sie beeinflussen das tägliche Leben von vielen. Radfahrende müssen bei Rot anhalten, sonst drohen Bußgelder und sogar Punkte in Flensburg! Seit Januar 2017 gilt für Radfahrende auf der Fahrbahn die Fahrbahnampel. An vielen Radwegen sind Kombischeiben installiert, die sowohl Fahrrad- als auch Fußgängersymbole zeigen. Das sorgt bei vielen für Verwirrung, denn die Regeln sind nicht immer klar. An einer Radfurt ist es theoretisch ein No-Go, einfach bei Grün für Fußgänger zu starten, während das Hauptsignal für Autos Rot zeigt. Immerhin: Polizei und Justiz zeigen sich in der Praxis oft nachsichtig, solange keine Gefährdung durch Querverkehr besteht.

Doch zurück zur Diskussion in Meidling. Die MA 33 begründet die Ampelschaltung mit der Notwendigkeit, Fußgängern und Radfahrern mehr Zeit zu geben, um sicher zu überqueren. Aber die Grünen sind anderer Meinung. Auner kritisiert diese Argumentation als „geradezu absurd“ und plant, das Thema weiter zu verfolgen. Dabei ist die Verwechslungsgefahr zwischen Fußgänger- und Radampeln ein echtes Problem. Die Grünen haben auch schon Aktionen vor Ort angedacht, um auf die Missstände aufmerksam zu machen. Die Frage bleibt: Wie viel Zeit braucht man wirklich, um sicher über die Kreuzung zu kommen?

Die Diskussion um die Ampelschaltung an der Schönbrunner Straße zeigt, wie wichtig es ist, die Bedürfnisse aller Verkehrsteilnehmer in den Blick zu nehmen. Radfahrer, Fußgänger, Autofahrer – jeder hat seine eigenen Ansprüche. Und während die Politik sich um Lösungen bemüht, bleibt der Alltag für viele eine Herausforderung. Am Ende bleibt zu hoffen, dass alle Beteiligten einen Weg finden, der die Sicherheit erhöht und gleichzeitig die Verkehrsteilnehmer nicht zur Verzweiflung treibt.

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