Die Wiener Innenstadt wird um ein aufregendes gastronomisches Erlebnis reicher! Die rumänische Seafood-Kette Pescobar hat beschlossen, einen zweiten Standort in Wien zu eröffnen – und das direkt am Universitätsring 10, gegenüber der Universität Wien. Mit einer großzügigen Fläche von 230 Quadratmetern bietet das neue Lokal Platz für 50 Gäste im Innenbereich und sogar 60 im gemütlichen Gastgarten. Diese Eröffnung kommt nicht von ungefähr, denn der Standort war zuvor die vegane Burgerkette „Swing Kitchen“, die, wie viele andere, mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte und schließlich insolvent ging. Die Gastronomieszene ist eben nicht nur ein Schlaraffenland, sondern kann auch ganz schön herausfordernd sein.

Pescobar wird von Ulas Celikkol und Ekrem Tütüncü geführt, die auch hinter der erfolgreichen Streetfoodkette „Dönermeister“ stehen. Den Hauptakteur auf der Speisekarte bildet der innovative „Oktopus-Döner“. Hier wird Tintenfisch in Form eines Dönerspießes gegrillt – ein wahrer Gaumenschmaus für Seafood-Liebhaber! Neben den Döner gibt’s auch Wraps, Hotdogs auf Oktopus-Basis und große Platten mit Meeresfrüchten und Flusskrebsen. Die 4-Kilo-Meeresfrüchteplatte für etwa 159 Euro ist sicherlich ein Highlight für alle, die gerne teilen (oder sich selbst verwöhnen) möchten. Das Konzept stammt von Paul Nicolau, dem Gründer der Kette „Taverna Racilor“, und ist bereits in Städten wie London und Karlsruhe ein Hit.

Ein Blick auf die Gastronomieszene

Das Pescobar eröffnet also in einer Zeit, in der die Gastronomie in Wien und ganz Österreich mit massiven Herausforderungen kämpft. In den ersten drei Quartalen 2023 meldeten sage und schreibe 162 Gastronomiebetriebe Insolvenz. Besonders schmerzhaft war der Fall der „Swing Kitchen“, die ihren Sanierungsplan nicht erfüllen konnte. Eine unangenehme Entwicklung, die nicht nur die Branche, sondern auch die Gäste betrifft. Cornelia Wesenauer von der AKV Wien spricht von einem veränderten Konsumverhalten: Die Leute bestellen weniger, verzichten oft auf Nachspeisen und verlassen die Lokale früher. Ist das die neue Realität? Die Gäste scheinen kürzer zu bleiben und weniger zu bestellen, was die Situation der Gastronomiebetriebe zusätzlich belastet.

Die steigenden Kosten und sinkenden Umsätze setzen vielen Restaurants zu. Thomas Peschta, der Obmann der Wiener Gastronomie, betont die Notwendigkeit politischer Maßnahmen zur Entlastung bei den Energie- und Netzkosten. Managementfehler, wie eine zu schnelle Expansion, können ebenfalls fatale Folgen haben, wie das Beispiel der Swing Kitchen zeigt. Viele Betriebe versuchen nun, durch rechtzeitige Insolvenzverfahren eine Rettung zu erreichen. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Gastronomieszene in Wien entwickeln wird – und ob das neue Pescobar den nötigen frischen Wind bringen kann.

Übrigens, das Lokal hat täglich von 11 bis 24 Uhr geöffnet – perfekt für ein spätes Mittagessen oder einen entspannten Abend mit Freunden im Gastgarten. Also, wenn ihr Lust auf etwas Außergewöhnliches habt, schaut doch mal vorbei und lasst euch den Oktopus-Döner schmecken! Wer weiß, vielleicht wird das Pescobar bald zu eurem neuen Lieblingsort in der Stadt.

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