Heute ist der 30.05.2026 und die Sonne strahlt über Klagenfurt. Hier, mitten in der Innenstadt, summt es nicht nur von den Stimmen der Passanten, sondern auch von den fleißigen Stadtbienen. Die Imkerin Michaela Kohlbacher-Schneider hat sich mit ihrer Bio-Imkerei Bienengartl ein kleines Stück Natur in die urbane Umgebung geholt. Mit 67 Bienenvölkern geht sie ans Werk und produziert hochwertigen Honig, der nicht nur die Gaumen der Genießenden erfreut, sondern auch die Umwelt schont.

Das Besondere an den Stadtbienen ist, dass sie weniger mit chemischen Pflanzenschutzmitteln in Kontakt kommen. Das wirkt sich positiv auf die Qualität des Honigs aus, was die Imkerin sehr zu schätzen weiß. „Hier in der Stadt haben wir ganz andere Herausforderungen, aber das ist auch ein Vorteil“, erzählt sie lachend. Um die Bienenvölker sicher zu halten, muss Michaela zudem strenge Abstände zu Nachbargrundstücken und öffentlichen Flächen einhalten. Es ist ein Balanceakt, der viel Fingerspitzengefühl erfordert.

Ein Tag der offenen Tür

Am 30. Mai 2026 findet übrigens ein ganz besonderer Tag in der Kärntner Imkerschule statt. Dort wird das 120-jährige Bestehen des Landesverbands für Bienenzucht gefeiert. Ein Grund zur Freude für alle, die sich für die Bienenhaltung interessieren! Der Verband, 1906 von einer Handvoll Imker gegründet, hat sich in den vergangenen Jahren zu einer stattlichen Gemeinschaft von über 3.000 Mitgliedern entwickelt. Das ist nicht nur eine Zahl, das ist eine Bewegung für nachhaltige Bienenhaltung in Kärnten.

In der Imkerschule in Ochsendorf wird seit 60 Jahren Wissen rund um die Bienenzucht vermittelt. Patrik Grausberg, der Obmann des Verbandes, hebt hervor, wie wichtig die Arbeit der Imker für die biologische Vielfalt ist. Bienen sind schließlich nicht nur Honiglieferanten, sondern auch unverzichtbare Bestäuber, die unsere Ernährung und Artenvielfalt sichern. Was wäre unsere Welt ohne die kleinen, aber so bedeutenden Geschöpfe?

Weltbienentag und mehr

<pÜbrigens, der Weltbienentag wird am 20. Mai gefeiert, um auf die Bedeutung der Bienen aufmerksam zu machen. Es ist ein Tag, der uns daran erinnert, wie wichtig diese kleinen Wesen für unsere Umwelt sind. Wenn man darüber nachdenkt, wird einem bewusst, wie viel wir den Bienen zu danken haben – für den Honig auf unserem Frühstückstisch, aber auch für die blühenden Gärten und Felder.

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<pAlso, wenn du das nächste Mal einen Löffel Honig in deinen Tee gibst oder den Duft von frischem Bienenhonig in der Luft wahrnimmst, erinnere dich daran, dass dahinter harte Arbeit und viel Hingabe steckt. Und vielleicht kriegst du sogar Lust, selbst einmal einen Blick in die Welt der Imkerei zu werfen. Wer weiß, vielleicht gibt es ja bald auch in deiner Nachbarschaft Stadtimker, die dir zeigen, was es heißt, mit den Bienen zu leben und zu arbeiten.