In der kleinen, aber lebendigen Welt von Unter St. Veit, wo man sich noch gut kennt, bietet Pater Josef Vösl SDB ein beeindruckendes Bild von Beständigkeit und Hingabe. Geboren am 2. April 1940 in Erla bei St. Valentin, hat dieser nun 86-jährige Priester einen bemerkenswerten Lebensweg hinter sich. Er begann seine berufliche Laufbahn als Maschinenschlosser in den Steyr-Werken, doch das Schicksal hatte andere Pläne für ihn. Mit 23 Jahren entschloss er sich, in das Aufbaugymnasium der Salesianer in Unterwaltersdorf einzutreten. Ein mutiger Schritt, der sein Leben für immer veränderte!

Die Weihe zum Priester am 29. Juni 1976 war nur der Anfang einer beeindruckenden Karriere. Pater Vösl war nicht nur Lehrer und Erzieher im Don Bosco-Gymnasium, sondern auch Kaplan in der Don Bosco Pfarre Neuerdberg. Seine Leidenschaft für die Jugendarbeit führte ihn ins Canisiusheim in Horn, wo er über die Jahre verschiedene Rollen einnahm, bis er schließlich 1996 als Rektor das Zepter übernahm. Und das ist noch nicht alles: In den letzten Jahren seiner aktiven Zeit war er Provinzsekretär und kümmerte sich um das Ordensarchiv sowie die soziale Kommunikation des Ordens. Was für ein Engagement!

Ein Leben für die Gemeinschaft

Die Rückkehr nach Horn im Jahr 2002 markierte eine weitere Phase seines Lebens, die bis 2008 andauerte. Pater Vösl ist ein Mann, der sich in den Dienst der Gemeinschaft gestellt hat. Auch im Ruhestand ist er alles andere als untätig. Hauptsächlich in Amstetten lebend, verwaltet er mit viel Hingabe das Ordensarchiv im Provinzialat in Wien. Man könnte sagen, sein Herz schlägt immer noch für die Jugendlichen und die Gemeinschaft, die ihm so viel bedeutet hat. Sogar am Kalendarium des Don Bosco Kalenders arbeitet er aktiv mit. Es ist bewundernswert, wie viel Energie und Leidenschaft er auch im Alter aufbringt.

Die Don Bosco Gemeinschaft, in der Pater Vösl so viele Jahre gewirkt hat, verfolgt das Ziel, jungen Menschen eine Perspektive zu geben. Gerade in einer Zeit, in der viele Jugendliche mit ungleichen Lebensbedingungen konfrontiert sind, ist die Unterstützung durch solche engagierten Persönlichkeiten wie Pater Vösl von unschätzbarem Wert. Die Organisation hat sich seit über 160 Jahren dem Wohlergehen von Kindern und Jugendlichen verschrieben und bietet ihnen die nötige Orientierung und Begleitung, die sie in dieser komplexen Welt brauchen.

Die Spuren, die Pater Vösl in seiner langen Laufbahn hinterlassen hat, sind tief. Sein Beispiel zeigt, wie man mit Hingabe und Empathie einen Unterschied im Leben anderer machen kann. In einer Zeit, in der Veränderungen schnell voranschreiten, bleibt er ein Fels in der Brandung für viele – ein lebendiges Zeugnis von Glauben und Engagement. Und so bleibt er, auch mit 86 Jahren, ein Lichtblick für die nächste Generation.

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