Heute ist der 29.06.2026 und wir stehen in Hietzing, einem Stadtteil von Wien, der nicht nur für seine schönen Gassen bekannt ist, sondern auch für die Klinik Hietzing, die sich um die Patientinnen mit einer seltenen Erkrankung kümmert: der systemischen Sklerose. Diese Autoimmunerkrankung schleicht sich oft leise ins Leben der Betroffenen, verursacht Entzündungen im Bindegewebe und verengt die kleinen Blutgefäße. In Österreich sind etwa 1.500 bis 2.000 Menschen betroffen, und die Zahlen zeigen, dass insbesondere Frauen – viermal so häufig wie Männer – an dieser tückischen Krankheit leiden.

Ein Blick auf die aktuellen Zahlen ist erschreckend: Jährlich erkranken rund 100 bis 150 Menschen neu. Oft sind die ersten Symptome so unspezifisch, dass sie leicht übersehen werden können, was zu einer verzögerten Diagnosestellung führt. Ein Beispiel ist die Geschichte von Claudia S., die seit Winter 2020 mit Atemproblemen und erhöhten Entzündungswerten zu kämpfen hatte. Nach etlichen erfolglosen Behandlungen wurde ihr schließlich die Klinik Hietzing empfohlen, wo man ihrem Leiden auf den Grund ging.

Ein Lichtblick in der Dunkelheit

In der Klinik Hietzing wurde Claudia stationär aufgenommen und umfassend untersucht. Schnell stellte sich heraus, dass der Verdacht auf systemische Sklerose bestätigt wurde. Boris Lindner, der Leiter der Spezialambulanz für systemische Sklerose, übernahm die Betreuung der Patientin und fand einen interdisziplinären Ansatz, um die verschiedenen Organe, die von der Krankheit betroffen waren, zu behandeln. Nach gescheiterten klassischen Therapien wagte man den Schritt zu einer Off-Label-Behandlung mit einem selten eingesetzten Medikament – und siehe da, nach nur drei Tagen spürte Claudia deutliche Verbesserungen! Trotz bleibender Lungenschäden fühlt sie sich stabiler und kann seit ihrer Entlassung im August 2025 monatlich zur Kontrolle in die Klinik kommen.

Claudia betont oft die Unsichtbarkeit dieser Erkrankung. Ein Schicksal, das für viele Betroffene eine enorme Herausforderung darstellt. Der Welttag der systemischen Sklerose, der am 29. Juni begangen wird, soll auf die Probleme und Bedürfnisse dieser Menschen aufmerksam machen. Über 80 % der Patientinnen entwickeln eine Lungenbeteiligung, was die Wichtigkeit der Früherkennung und der richtigen Behandlung umso mehr unterstreicht. Systemische Sklerose zählt zu den seltenen Erkrankungen, den sogenannten „Rare Diseases“, und trotzdem sind die Auswirkungen auf das Leben der Betroffenen tiefgreifend.

Ein Aufruf zur Aufmerksamkeit

Die Geschichten wie die von Claudia S. sind wichtig, um das Bewusstsein für diese heimtückische Erkrankung zu schärfen. Es ist ein Thema, das oft in den Hintergrund gedrängt wird, und doch betrifft es viele Menschen direkt oder indirekt. Der Austausch zwischen Patient*innen, Ärzten und der Öffentlichkeit muss gefördert werden, damit Betroffene die Unterstützung erhalten, die sie so dringend benötigen. An diesem Welttag der systemischen Sklerose ist es unser Anliegen, die Stimmen der Betroffenen hörbar zu machen und die Herausforderungen sichtbar zu machen, die sie im Alltag meistern müssen.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

In unserem oft hektischen Leben, wo jeder Tag wie der andere scheint, sollten wir nicht vergessen, dass die Kämpfe, die im Stillen geführt werden, oft die bedeutendsten sind. Ein paar Worte der Unterstützung, ein offenes Ohr oder einfach nur das Bewusstsein für die Existenz solcher Erkrankungen können viel bewirken. Manchmal ist es das, was wir brauchen, um die Hoffnung nicht zu verlieren.