Der Friedhof Hietzing, ein Ort, der Ruhe und Frieden ausstrahlt, lädt immer wieder zu einem besonderen Rundgang ein. Am 24. Juni 2026 begibt sich der Verein „Jugend Eine Welt“ auf eine spannende Entdeckungsreise zu den letzten Ruhestätten bekannter Persönlichkeiten. An der Maxingstraße 15 in Wien gelegen, ist dieser Friedhof nicht nur ein Ort des Gedenkens, sondern auch ein geschichtsträchtiger Platz, an dem Legenden wie Gustav Klimt, Koloman Moser, Otto Wagner und Heinz Conrads ihre ewige Ruhe gefunden haben.

Unter fachkundiger Führung erfährt man während des Rundgangs nicht nur Anekdoten über die Verstorbenen, sondern taucht auch tief in die Geschichte der Stadt und ihrer bedeutenden Persönlichkeiten ein. Ein besonders berührender Moment wartet am Ende der Tour: eine Gedenkstätte, die den verstorbenen Unterstützern von „Jugend Eine Welt“ gewidmet ist. Im Mittelpunkt steht hier die beeindruckende Statue des heiligen Don Bosco, erschaffen von Isidor Winkler, einem Künstler, der seine Werke mit viel Hingabe und Kreativität aus alten Metallstücken formt.

Ein Künstler mit einer besonderen Mission

Isidor Winkler, der 88-jährige „Schrottkünstler“, reiste eigens aus Tirol an, um die Statue zu sehen, die anlässlich des 200. Geburtstags von Don Giovanni Bosco im Jahr 2015 erstellt wurde. Mit einem Blick für das Besondere und einem Gespür für das Material, baute Winkler die Statue im Auftrag von „Jugend Eine Welt“. Diese besteht aus allerlei alten Metallteilen – Blechen, Eisenstangen, Schrauben und sogar altem Werkzeug, das ihm ein neues Leben geschenkt hat.

Winklers Weg zum Metall-Bildhauer war alles andere als traditionell. Ursprünglich als gelernter Koch tätig, leitete er lange die Spitalsküche in Kufstein. Doch nach seiner Pensionierung entdeckte er beim Kurs an der europäischen Kunstakademie in Trier seine Leidenschaft für das figuralen Schweißen. Komischerweise hat er sich in der Kunstszene als Metall-Bildhauer etabliert, und so findet man viele seiner Werke, die Geschichten erzählen, in Niederndorf – etwa den Heiligen Georg im Kampf mit einem Drachen oder den Heiligen Florian, der stolz vor der Feuerwehr steht.

Bildung als Schlüssel zur Veränderung

„Jugend Eine Welt“ selbst setzt seit 1997 auf eine klare Mission: die Unterstützung von Projekten im Globalen Süden mit einem besonderen Fokus auf Schulbildung und Berufsbildung. Diese Initiative hat sich in verschiedenen Regionen etabliert – von Asien über Afrika bis hin zu Lateinamerika, dem Nahen Osten und Osteuropa. Der Geschäftsführer Reinhard Heiserer erklärt eindrucksvoll die Widmung der Statue an die verstorbenen Spender, Wohltäter, Freiwillige, Mitarbeiter und Projektpartner. „Bildung überwindet Armut“ – dieser Leitgedanke zieht sich wie ein roter Faden durch all ihre Projekte und unterstreicht die Wichtigkeit von Bildung als Schlüssel zur Veränderung.

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Der Rundgang über den Friedhof Hietzing ist mehr als nur ein Spaziergang durch die Vergangenheit. Es ist eine Reise in die Herzen der Menschen, die für eine bessere Zukunft gekämpft haben, und eine Einladung, sich mit dem eigenen Engagement in sozialen Projekten auseinanderzusetzen. Vielleicht wird der eine oder andere Besucher inspiriert, selbst aktiv zu werden, um die Welt ein kleines Stückchen besser zu machen. So bleibt Hietzing nicht nur ein Ort des Gedenkens, sondern auch ein Platz der Hoffnung und des Wandels.