Hietzing, ein Bezirk in Wien, hat sich in den letzten Jahren einen Namen gemacht – und zwar als familien- und kinderfreundlicher Ort. Seit 2019 trägt Hietzing das Zertifikat „familien- und kinderfreundlicher Bezirk“. Das ist eine Auszeichnung, die nicht einfach so vergeben wird. Als erster Wiener Bezirk hat Hietzing diese Ehre erhalten. Jetzt steht die Re-Zertifizierung an, und das bedeutet, dass neue Ideen und Konzepte gefragt sind, um die bestehenden Angebote weiterzuentwickeln.
Um die besten Ansätze zu finden, hat sich die Bezirksvorsteherin Johanna Zinkl mit Bürgern, Experten und Vertretern aller Fraktionen zusammengesetzt. Bei Workshops und Fokusgruppen wurde fleißig diskutiert und brainstormt – es ging darum, wie Hietzing noch familienfreundlicher und generationenverbindender werden kann. Es ist wirklich beeindruckend, wie viele gute Ideen dabei zusammengekommen sind. Aus diesem kreativen Prozess ist ein Maßnahmenpaket entstanden, das gleich zehn konkrete Projekte umfasst!
Maßnahmen für ein besseres Miteinander
Ein besonders spannendes Projekt ist die Neugestaltung des Skateparks Auhof. Das zieht nicht nur die jugendlichen Skater an, sondern soll auch mehr Raum für Begegnungen schaffen. Außerdem gibt es neue Vernetzungsangebote für Jugendliche und generationenübergreifende Initiativen. Ein wichtiges Anliegen ist die Stärkung des respektvollen Miteinanders im öffentlichen Raum. All diese Maßnahmen sind nicht einfach nur nette Ideen, sondern sie dienen als Leitfaden für die politische Arbeit in den nächsten drei Jahren. Und um die Re-Zertifizierung erfolgreich abzuschließen, müssen mindestens drei dieser Maßnahmen auch tatsächlich umgesetzt werden.
Das Ziel ist klar: Die bestehenden Angebote sollen weiterentwickelt und neue Begegnungsräume für alle Altersgruppen geschaffen werden. Das ist keine leichte Aufgabe, aber Hietzing zeigt, wie man es angehen kann. Hier wird nicht nur geredet, hier wird auch gehandelt!
Ein Blick über den Tellerrand
Die Diskussion um familienfreundliche Stadtentwicklung ist nicht nur in Hietzing aktuell. Zum Internationalen Tag der Familie am 15. Mai 2022 erneuerte die dbb Seniorenvertretung ihre Forderungen nach generationengerechter Stadtplanung. Der Vorsitzende Horst Günther Klitzing machte deutlich, dass es an der Zeit ist, Städte als soziale Räume für alle Generationen zu gestalten. Bezahlbarer Wohnraum, verkehrssichere Innenstädte und ein flächendeckendes, barrierefreies Nahverkehrssystem sind dabei zentrale Themen. Es ist wichtig, dass ältere Menschen und Familien Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln haben – denn wer will schon mit dem Kinderwagen im dichten Verkehr stehen bleiben?
Eine gut ausgebaute Nahverkehrsanbindung sorgt nicht nur für weniger Lärm und Abgase, sondern auch für eine höhere Lebensqualität. Das ist ein Ansatz, der auch in Hietzing zählt. Hier wird aktiv daran gearbeitet, dass alle Generationen gut miteinander leben können, sich begegnen und unterstützen.
In einer Stadt wie Wien ist es besonders wichtig, dass jeder seinen Platz hat – egal ob jung oder alt. Die Planungen der Stadt sollten auch die Klimaneutralität im Blick haben. Grünflächen als Hitzespeicher, nachhaltige Bauweisen und eine vorausschauende Stadtplanung sind dabei unerlässlich. Hietzing macht vor, wie man das umsetzen kann, und zeigt, dass es möglich ist, eine lebenswerte Stadt für alle zu schaffen.
