In Hernals tut sich was! Der Platz vor der Volksschule Kindermanngasse wird umgestaltet. Das klingt jetzt vielleicht nicht nach dem großen Wurf, aber die Veränderungen könnten für viele Eltern und Kinder richtig positive Auswirkungen haben. Der Platz hat sich in der Vergangenheit nicht gerade als einladend präsentiert. Hohe Sträucher am Schuleingang waren häufig als Schlafplatz oder gar als Toilette für Unbekannte benutzt worden. Kein schöner Anblick für die Kids, die hier täglich ein- und ausgehen!
Bezirksrätin Cornelia Amon-Konrath von den Neos hat sich das Problem zu Herzen genommen und einen Antrag auf Rodung der Sträucher gestellt. Erstaunlicherweise wurde dieser Antrag einstimmig angenommen! Das zeigt, wie wichtig diesen Entscheidungsträgern eine kinderfreundliche Umgebung ist. Die Bildungsdirektion für Wien unterstützt solche Initiativen, betont aber, dass die Verantwortung für die Umsetzung in den Händen der Bezirke liegt. Und hier hat der Bezirk nicht lange gefackelt – die Maßnahme wurde bereits beauftragt und die Umsetzung soll im September durch die MA 42 – Wiener Stadtgärten erfolgen.
Ein neuer Look für den Schulvorplatz
Statt der unansehnlichen Sträucher werden nun niedrige Beete mit bunten Blumen angelegt. Bei all dem wird auch Rücksicht auf die Vogelwelt genommen – ein bisschen Natur muss ja schließlich bleiben! Aber nicht nur das: Eine Verbesserung der Beleuchtung am Schulvorplatz steht ebenfalls auf dem Plan. Die MA33 – Wien leuchtet hat sogar schon neue LED-Leuchten in Aussicht, die im Sommer 2026 installiert werden sollen. Nach dem Lampentausch wird es einen Lokalaugenschein mit Lichtmessung geben, um sicherzustellen, dass alles hell genug ist.
Solche Maßnahmen sind nicht nur in Hernals wichtig. In Deutschland leben etwa 90 Prozent aller Kinder in Städten, und 60 Prozent davon in Groß- und Mittelstädten. Das zeigt, wie entscheidend eine kinderfreundliche Stadtentwicklung ist. Ein solches Prädikat wird mittlerweile auch als Standortfaktor für Städte und Gemeinden betrachtet. Sicherer Schulweg, gepflegte Spielplätze und ausreichend Betreuungsplätze sind dabei zentrale Aspekte. Kinder sollten aktiv in die Planung ihrer Lebensumwelt einbezogen werden – schließlich geht es um ihre Zukunft!
Ein Blick über die Grenzen
Es ist spannend zu sehen, wie andere Städte in Europa mit der Thematik umgehen. Studien und Beiträge zur kinderfreundlichen Stadtentwicklung zeigen, dass sich die Perspektive auf die Bedürfnisse der Kleinsten in den letzten Jahrzehnten stark verändert hat. Die Frage, wie Kinder in die Planungspraxis eingebunden werden, ist nicht nur in Wien relevant, sondern zieht sich durch viele städtische Entwicklungen. So wird man auch in Hernals weiterhin ein Auge auf die Bedürfnisse der Kinder werfen müssen, um die Umgebung für die nächste Generation noch lebenswerter zu machen.
Am Ende ist es einfach wichtig, dass die kleinen Wienerinnen und Wiener sich in ihrer Stadt wohlfühlen. Die Umgestaltung des Vorplatzes der Volksschule Kindermanngasse zeigt, dass man bereit ist, für eine bessere Zukunft zu kämpfen – und das ist doch ein Grund zur Freude, oder?