In Hernals, wo die Stadt Wien mit einer frischen Brise an Ideen weht, hat das Projekt „Halirschgasse 1“ das Potenzial, einen echten Wandel herbeizuführen. Die Umgestaltung eines versiegelten Innenhofs in eine grüne Oase ist nicht nur ein Schritt in Richtung Natur, sondern auch ein Gemeinschaftsprojekt, das die Bewohnerinnen, Eigentümerinnen und Interessierten zusammenbringt. Die ersten Schritte zur Veränderung begannen im Juni 2025, als die Menschen mit einem Planungs-Workshop ihre Visionen für den Innenhof entwarfen. Plötzlich schien der graue Beton nicht mehr das Ende der Geschichte zu sein, sondern der Anfang von etwas Neuem.
Es sind die kleinen Dinge, die zählen – und in diesem Fall die Brechstange und der Schremmhammer! Mit vereinten Kräften wurde die 50 m² große Fläche entsiegelt. Aus den aufgebrochenen Betonflächen entstanden einladende Sitzbereiche, Trittsteine und ein Hochbeet, das im Herbst 2025 mit Leben gefüllt werden soll. Robert Hinterleitner, der Projektleiter, erzählt von anfänglichen Bedenken in der Hausgemeinschaft, die jedoch schnell überwunden wurden. Hier zeigt sich, dass gemeinschaftliche Aktionen nicht nur die Umgebung, sondern auch das Miteinander stärken können.
Ein Beitrag zur Lebensqualität
Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky hat recht, wenn er die Wichtigkeit von Abkühlungsorten in der Stadt betont. Es ist kein Geheimnis, dass urbane Hitzeinseln die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Maßnahmen wie die Begrünung von Innenhöfen verbessern nicht nur das Mikroklima, sondern tragen auch zur Biodiversität bei. Wenn Regenwasser versickert und nicht in die Kanalisation gedrängt wird, profitiert die Natur. Diese Projekte sind nicht nur gut für die Umwelt, sie schaffen auch Lebensräume für Pflanzen und Tiere, die in der Stadt oft zu kurz kommen.
Das Stadterneuerungsprogramm WieNeu+ ist hier eine wertvolle Unterstützung. Mit rund 10.000 Euro hat die Stadt Wien dazu beigetragen, dass solche Initiativen Wirklichkeit werden können. Und das ist erst der Anfang! Förderungen sind auch für gemeinschaftliche Gartenprojekte, Fassadenanstriche und andere Begrünungsmaßnahmen vorgesehen. Die Grätzlförderung hat das Potenzial, viele weitere Innenhöfe in Hernals grüner und lebenswerter zu gestalten.
Ein Vorbild für weitere Projekte
Bezirksvorsteher Peter Jagsch sieht in „Halirschgasse 1“ ein leuchtendes Beispiel für zukünftige Initiativen in Hernals. Die Idee, dass lokale Akteure gemeinsam an einem Strang ziehen, um ihre Umgebung zu verändern, ist inspirierend. Im Quartier Rathausblock in Berlin gibt es ähnliche Bestrebungen – Neubauten mit einem Konzept, das auf Vielfalt, Inklusion und ökologische Nachhaltigkeit setzt. Auch dort sind Dach- und Fassadenbegrünung zentrale Elemente.
In Karlsruhe wird der Rahmenplan zur Klimaanpassung erstellt, um Hitze-Hotspots zu adressieren. Es ist ein Zeichen der Zeit, dass nicht nur in Wien, sondern auch in anderen Städten die Notwendigkeit erkannt wird, private Begrünungen und Entsiegelungen voranzutreiben. Hierbei sind die lokalen Akteure gefragt, um die Lebensqualität zu steigern und ein angenehmeres Wohnumfeld zu schaffen.
Mit Veranstaltungen, die die Menschen für Begrünungsmaßnahmen sensibilisieren, wird die Idee weiter verbreitet. Es wird Zeit, dass auch private Grundstückseigentümer aktiv werden und sich an solchen Projekten beteiligen. Die Stadt bietet dafür Fördermittel an – ein Anreiz, der nicht ignoriert werden sollte!