In der pulsierenden Judowelt von Wien ist derzeit mächtig etwas los! Der LZ Multikraft Wels macht mit einer beeindruckenden Leistung auf sich aufmerksam und bleibt auf Kurs für das Final Four im November. Am vergangenen Wochenende haben die Wels-Judokas gegen die JBLV Samurai-Stadlau mit 11:3 in der Wiener Attemsgasse gewonnen – ein wahrer Schmaus für die Augen der Fans! Mit diesem Sieg belegt Wels nun den zweiten Platz in der Tabelle des Grunddurchgangs, direkt hinter dem Titelverteidiger Galaxy Judo Tigers.
Zur Halbzeit sah alles bereits nach einer klaren Sache aus, denn Wels führte mit 6:1. Besonders erfreulich: die Rückkehr von Alexander Kaserer, Firas Ben Saad, Ziv Sherer und Issa Naschcho von einem Trainingslager hat dem Team merklich gut getan. Die Punkte für Wels erzielten unter anderem Alexander Klaus-Sternwieser, Ziv Sherer und Simeon Catharina – jeder von ihnen brachte wertvolle Punkte ein. Es war auch der erste Punktgewinn von Giorgi Nagladze in der Bundesliga, was für ihn sicherlich ein ganz persönlicher Triumph war.
Judo-Nachwuchs glänzt beim Colop-Masters
Doch das ist noch nicht alles! Wels war auch Gastgeber für über 500 Judokas beim internationalen Jugend-Turnier „Colop-Masters“, das heuer bereits zum 30. Mal stattfand und von Willi Reizelsdorfer organisiert wurde. Die Begeisterung war spürbar, als das Nachwuchs-Team des LZ Multikraft beim Colop-Masters in der Raiffeisen-Arena insgesamt 10 Medaillen abräumte – 3 Gold, 3 Silber und 4 Bronze! Da kann man schon mal die Fäuste ballen vor Freude!
Die Goldmedaillen gingen an Marlies Müller (U14 und U16 bis 52 kg) und Paula Niedermayr (U14 bis 57 kg, dazu noch Silber in U16). Silber holten Luka Haminger (U16 bis 42 kg) und Florian Hochhauser (U16 bis 81 kg). Und die Bronzemedaillen gingen an Adrian Wetzlmaier, Abubakar Tscharaev, Christoph Schachinger und Xaver Niedermayr. Respekt, das sind ja tolle Leistungen!
Auf dem Weg zum Final Four
Die Bundesliga-Mannschaft des LZ Multikraft Wels hat sich damit den Einzug ins Final Four gesichert. Im Herbst stehen noch drei Heimatbegegnungen im Budokan an, und die Vorfreude auf diese Kämpfe ist förmlich greifbar. Wels kann sich wirklich sehen lassen – nicht nur die Herren, sondern auch im Damenbereich: Die ASKÖ Reichraming ist mit zwei Siegen auf dem vierten Platz in der Tabelle und ebenfalls auf Kurs für das Final Four.
Ein Blick über die Grenzen hinaus zeigt, dass die Deutsche Judo-Bundesliga, die 1956 gegründet wurde, auch eine spannende Liga ist, mit 16 Männer- und 20 Frauenmannschaften. In der Bundesliga wird in zwei Durchgängen mit 7 Gewichtsklassen gekämpft, und die Punktevergabe ist klar strukturiert. Die besten Mannschaften qualifizieren sich für die Finalrunde, die an einem Tag stattfinden – ähnlich wie das Final Four, auf das sich auch die Wels-Judokas so freuen.
Wenn das mal nicht nach einem aufregenden Jahr für den Judo-Sport in Wels klingt! Man darf gespannt sein, wie sich die Dinge weiterentwickeln und ob die Judokas aus Wels ihre ausgezeichnete Form bis zum November halten können. Es bleibt spannend!
