Stromausfälle im Hochsommer: Wien im Dunkeln
In der Hitze des Sommers, bei brütenden 35 Grad, kam es am Freitagnachmittag, dem 26. Juni, zu einem erneuten Stromausfall im Alsergrund. Wer sich in dieser Zeit in der Nähe des Währinger Gürtels aufhielt, durfte sich auf ein paar ungemütliche Stunden ohne Strom einstellen. Innerhalb von nur fünf Tagen hatte die Stadt Wien bereits mit vier größeren Stromausfällen zu kämpfen – ein wahrlich unglücklicher Rekord, der die Nerven der Anwohner strapazierte.
Der erste Ausfall ereignete sich bereits am 22. Juni und betraf rund 1.000 Haushalte in Währing. Am Donnerstag darauf waren einige Geschäftslokale und ein Hotel in der Wiener Innenstadt betroffen, gefolgt von einem weiteren Ausfall am Freitagmittag, der etwa 300 Haushalte in Favoriten ohne Strom ließ. Hier wurde als Ursache eine defekte Kabelstrecke im Baustellenbereich zwischen Hardmuthgasse und Laxenburger Straße ausgemacht. Und dann, als ob das noch nicht genug gewesen wäre, folgte am Freitagnachmittag der vierte Ausfall: Zwischen 15.45 und 17.20 Uhr waren etwa 200 Haushalte am Währinger Gürtel ohne Strom, verursacht durch eine Schutzauslösung im Umspannwerk Michelbeuern, wo ein defektes Kabel in der Nähe einer Baustelle für die Probleme sorgte.
Betroffene Straßen und Rückkehr zur Normalität
Die betroffenen Straßen in diesem Bereich sind kein unbekanntes Terrain für die Anwohner. Nußdorfer Straße, Pulverturmgasse, Canisiusgasse und weitere Gassen waren in der Dunkelheit gefangen. Um 16.25 Uhr konnte immerhin die Hälfte aller Stationen im Umspannwerk Michelbeuern wieder mit Spannung versorgt werden. Um 17.25 Uhr konnten schließlich alle betroffenen Haushalte wieder aufatmen – das Licht war zurück!
Die Wiener Netze haben für solche Fälle einige nützliche Tipps parat: Es wird empfohlen, zuletzt eingeschaltete Geräte auszuschalten, um Schäden zu vermeiden. Und falls man selbst betroffen ist, kann man die Störung unter der Telefonnummer 0800/500 600 melden. Ein bisschen Organisation kann in solchen Momenten nicht schaden, auch wenn man sich fragt, wie oft man solche Nummern im Alltag wirklich braucht.
Technische Gebrechen und aktuelle Störungen
Wie die Wiener Netze in einer aktuellen Mitteilung bestätigen, gab es nicht nur im Alsergrund Probleme. Am Abend des 26. Juni, um 18:06 Uhr, wurde auch in Fischamend eine Störung gemeldet, ohne Angaben zu den Ursachen oder der Dauer. In Alsergrund wurde die Störung, die zwischen 15:45 und 17:25 Uhr auftrat, als technisches Gebrechen klassifiziert. Ein weiterer Beweis dafür, wie anfällig unsere moderne Infrastruktur manchmal ist.
Es scheint, als ob die Stadt bei der Hitze nicht nur unter dem Wetter, sondern auch unter technischen Herausforderungen leidet. Nichtsdestotrotz: Die Wiener sind ein robustes Volk. Ein bisschen Dunkelheit, ein paar Stunden ohne Strom – das übersteht man. Vielleicht gibt es ja beim nächsten Mal eine kühle Erfrischung oder ein gemeinsames Kerzenlicht-Dinner? Man weiß ja nie!
