Die Fairnesswochen am Donaukanal haben sich als echtes Highlight im Kalender der Wienerinnen und Wiener etabliert. Dieses Jahr, im Juni und September, stehen die Fairnesszonen im Mittelpunkt. Und was genau sind diese Fairnesszonen? Nun, sie sind Orte, an denen Fußgänger, Radfahrer und andere Nutzer harmonisch miteinander umgehen sollen – ein Konzept, das in der Hektik des Stadtlebens oft zu kurz kommt. Bezirksvorsteherin Saya Ahmad von der SPÖ hat die Notwendigkeit betont, Fairness immer wieder ins Gespräch zu bringen. Schließlich ist ein respektvolles Miteinander nicht nur wünschenswert, sondern auch notwendig für ein angenehmes Stadtleben.

Ein weiterer wichtiger Akteur, Bezirksvorsteher-Stellvertreter Christian Sapetschnig, hebt die Sichtbarkeit der Markierungen hervor. Es geht darum, dass alle Verkehrsteilnehmer ihre Rechte und Pflichten im Straßenverkehr besser wahrnehmen. Am 16. Juni wird die Auftaktveranstaltung mit einer Pop-up-Sprechstunde des Grätzllabors bei der U4-Station Roßauer Lände von 16 bis 18 Uhr eröffnet. Hier können die Bürgerinnen und Bürger direkt Fragen stellen und sich informieren. Und als ob das nicht genug wäre, folgt am 23. Juni eine spannende Informationsaktion des Erich Fried Gymnasiums. Dort dreht sich alles um Solares, Kochen und die Reduktion von Lebensmittelverschwendung – alles Themen, die in der Fairnessdiskussion nicht fehlen sollten.

Aktive Mobilität im Fokus

Ein Aspekt, der bei den Fairnesswochen nicht außer Acht gelassen werden darf, ist die aktive Mobilität. Die Stadt Wien arbeitet kontinuierlich daran, die Lebensqualität durch eine umwelt- und menschenfreundliche Straßenraumgestaltung zu erhöhen. Wachsende Mengen an motorisiertem Verkehr bringen nicht nur Abgase und Lärm mit sich, sondern schmälern auch die Aufenthaltsqualität für alle. Fuß- und Radwege sind oft zu schmal, enden abrupt oder sind schlichtweg schlecht gestaltet. Die Fairnesswochen sind daher auch ein Aufruf, über die Gestaltung des öffentlichen Raums nachzudenken und ihn für alle Nutzer attraktiver zu machen. Denn attraktive Straßenräume fördern das persönliche Wohlbefinden und helfen, Stress abzubauen.

Diese Umgestaltungen sind nicht nur schön anzusehen – sie haben auch echte wirtschaftliche Vorteile. Wenn mehr Menschen zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind, profitiert die lokale Wirtschaft. Das Umweltbundesamt hat dazu einige interessante Handlungsempfehlungen entwickelt, die Kommunen helfen sollen, den neuen Handlungsspielraum zu nutzen, der durch die Novelle des Straßenverkehrsrechts 2024/2025 entstanden ist. Die Bürgerbeteiligung spielt dabei eine zentrale Rolle: Nur wenn die Anwohnerinnen und Anwohner in die Planungen einbezogen werden, kann Akzeptanz für Umgestaltungen geschaffen werden. Schließlich will niemand, dass am Ende eine Maßnahme ins Leere läuft.

Wer also am 16. oder 23. Juni Zeit hat, sollte auf jeden Fall vorbeischauen! Beide Veranstaltungen sind kostenlos und bieten die Möglichkeit, sich aktiv in die Diskussion einzubringen. Und wenn das Wetter mitspielt, ist ein Spaziergang am Donaukanal sowieso immer eine gute Idee. Mehr Informationen dazu gibt es auf www.wienzufuss.at. Also, auf zur Fairness und für ein besseres Miteinander in unserer Stadt!

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