Heute ist der 8.07.2026 und wir blicken auf die Entwicklung des Logistik- und Industriemarkts in Wien und Umgebung zurück. Es ist schon faszinierend, wie dynamisch sich die Situation in den letzten Jahren entwickelt hat. Im ersten Halbjahr 2026 wurden rund 104.000 Quadratmeter Logistik- und Industrieflächen umgesetzt. Das ist mehr als dreimal so viel wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres! Die Leerstandsquote bleibt dabei erfreulich niedrig bei 3,5 Prozent.

Die Zahlen sprechen für sich: Insgesamt wurden etwa 103.971 Quadratmeter umgesetzt, was einem Anstieg von 212 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 entspricht. Allerdings ist der Flächenumsatz im Wiener Industrie- und Logistikmarkt im Jahr 2025 auf 104.000 Quadratmeter gesunken, was 117.000 Quadratmetern im Jahr 2024 entspricht. Man könnte sagen, es ist ein Auf und Ab! Ein interessanter Aspekt ist, dass der Gesamtbestand an Logistik- und Industrieflächen in Wien und Umgebung bei rund 8,61 Millionen Quadratmetern liegt.

Marktentwicklung und Trends

Die Klassifizierung der Logistikflächen zeigt, dass 52 Prozent der Flächen der Klasse A angehören, während 34 Prozent zur Klasse B und 14 Prozent zur Klasse C zählen. Etwa 50 Prozent des Bestands sind Logistikflächen, die andere Hälfte sind Produktions- und Industrieflächen. Es ist spannend zu beobachten, wie sich die Nachfrage nach modernen Flächen entwickelt. Ältere Bestandsobjekte verlieren zunehmend an Marktposition, während neue und energieeffiziente Bauweisen immer mehr an Bedeutung gewinnen.

Ein besonders markanter Einzelabschluss fand im Submarkt Wien Umland Süd statt, wo rund 21.000 Quadratmeter – das sind etwa 20 Prozent des gesamten Flächenumsatzes – umgesetzt wurden. Im Jahr 2025 war der größte Flächenumsatz ebenfalls im Umland Süd mit etwa 25.000 Quadratmetern verzeichnet worden. Komischerweise scheinen diese Submärkte immer wieder im Fokus zu stehen, während die Nachfrage an Dynamik verliert und Unternehmen ihre Standortentscheidungen intensiver prüfen.

Fertigstellungen und Herausforderungen

Im Jahr 2026 wird das Fertigstellungsvolumen voraussichtlich auf rund 79.000 Quadratmeter sinken, nach 228.000 Quadratmetern im Jahr 2025. Das ist ein signifikanter Rückgang! Besonders bei neu errichteten, großflächigen Objekten spürt man die Auswirkungen der starken Fertigstellungen der letzten Jahre. Ein Blick auf die Leerstände zeigt, dass 97 Prozent der Flächen mit geplanter Fertigstellung in den Jahren 2026 und 2027 für Fremdnutzung bestimmt sind – aber nur 5 Prozent davon sind bereits vorvermietet.

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Die Mietpreisentwicklung bleibt stabil, und im Neubausegment gibt es kaum Veränderungen. Die Preise liegen bei bis zu 7,75 Euro pro Quadratmeter. Es gibt regionale Unterschiede im Bestandssegment: Während in Wien Nord Zuwächse zu beobachten sind, verzeichnen die Gebiete in Wien Ost und Süd Rückgänge. Die Grundstückspreise in Top-Lagen steigen, während sich in den Randlagen eine Stabilisierung zeigt. Am teuersten ist es im Submarkt Wien Süd mit rund 550 Euro pro Quadratmeter.

Ausblick auf die Zukunft

Der Markt bleibt unter Anpassungsdruck. Es gibt viele Diskussionen über künftige Entwicklungen im Logistikbereich, und internationale Unternehmen könnten zusätzliche Nachfrageimpulse geben. Die Nachfrage nach modernen Flächen bleibt hoch, während ältere Bestandsobjekte immer weiter ins Hintertreffen geraten. Der Strukturwandel beeinflusst die Nachfrage erheblich, und die Erschließung von Brownfields sowie energieeffizienten Bauweisen wird immer wichtiger.

Insgesamt ist es eine spannende Zeit für den Wiener Logistikmarkt. Man kann nur hoffen, dass die nächsten Jahre ebenso dynamisch und interessant werden wie die letzten. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Unternehmen und der Markt anpassen werden – und welche neuen Chancen sich vielleicht noch ergeben.