Eine schockierende Gewalttat hat sich am Montagabend in Wien-Liesing ereignet. Eine 44-Jährige wurde von ihrem Ex-Partner, einem 45-jährigen Staatsbürger aus Bosnien und Herzegowina, mit einem Messer schwer verletzt. Der Mann ist derzeit auf der Flucht, und die Polizei hat bereits eine Festnahmeanordnung erlassen.

Die grausame Attacke fand in der Waschküche des Wohnhauses der Frau statt. Laut Polizeisprecherin Anna Gutt hatte der Beschuldigte der Frau aufgelauert, sie überwältigt und in diesen dunklen Raum gedrängt. Dort kam es zu einem brutalen Übergriff, bei dem die Frau gewürgt und mit Fäusten sowie einem Messer angegriffen wurde. Es ist kaum zu fassen, dass gegen diesen Mann bereits eine einstweilige Verfügung zum Schutz der Frau bestand. Er war aktenkundig wegen mehrerer Gewalttaten und verfügte über Betretungs- und Annäherungsverbote.

Ein dramatischer Hilferuf

Die schwer verletzte Frau schaffte es, eine Nachbarin auf sich aufmerksam zu machen. Diese reagierte schnell und wählte den Notruf. Die Berufsrettung Wien kam umgehend und versorgte die 44-Jährige notfallmedizinisch, bevor sie ins Spital gebracht wurde. Glücklicherweise befindet sie sich nicht in Lebensgefahr, aber die seelischen Narben dieser schrecklichen Nacht werden wohl lange bleiben.

Die letzte Begegnung zwischen den beiden fand Ende 2025 statt. Damals hatte der Beschuldigte der Frau gedroht, sie umzubringen. Es ist unvorstellbar, dass jemand, der solche Drohungen ausgesprochen hat, erneut in das Leben einer Person eindringt. Der Mann tauchte plötzlich wieder auf und griff sie an – die Angst und das Trauma, das die Frau erlebt hat, sind unermesslich.

Ein Blick auf das Täterprofil

Der 45-Jährige hat eine lange Liste von Gewalttaten, was die Situation noch besorgniserregender macht. Die Polizei hat bereits die Fahndung nach ihm eingeleitet, doch bisher blieb sie erfolglos. Das Landeskriminalamt Wien, Außenstelle Süd, führt die Ermittlungen. Die Frage, die sich viele stellen, ist: Wie konnte es soweit kommen? Warum gab es keine ausreichenden Maßnahmen, um die Frau zu schützen?

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Es ist ein erschreckendes Beispiel für die Realität von häuslicher Gewalt, die oft im Verborgenen bleibt, bis es zu spät ist. Die Gesellschaft muss sich intensiver mit diesen Themen auseinandersetzen, um Betroffenen zu helfen und solche Tragödien in Zukunft zu verhindern. Es bleibt zu hoffen, dass die Ermittlungen schnell zum Ziel führen und der Täter gefasst wird, bevor er weiteren Schaden anrichten kann.