Heute ist der 10.06.2026, und während der Sommer in Wien langsam die Straßen mit seinen warmen Strahlen küsst, gibt es Neuigkeiten, die uns alle in unseren Stühlen aufhorchen lassen. Die MedUni Wien hat den renommierten Sustainability Award erhalten – eine Auszeichnung, die seit 2008 alle zwei Jahre an Universitäten und Hochschulen in Österreich verliehen wird. Man könnte sagen, das ist ein Grund zum Feiern! Der Preis würdigt Projekte, die die Transformation zu einer nachhaltigen Gesellschaft vorantreiben, und das ist in Zeiten, in denen der Klimawandel uns alle beschäftigt, besonders relevant.
Das Projekt greenCCR, das am Center for Cancer Research ins Leben gerufen wurde, hat sich das Ziel gesetzt, Nachhaltigkeit langfristig und systematisch zu verankern. Das Motto: Veränderungen gelingen nur durch koordiniertes, interessenbezogenes Handeln aller Stakeholder. Es ist eine spannende Zeit, in der nicht nur die Wissenschaftler:innen, sondern auch alle Mitarbeiter:innen, ob wissenschaftlich oder nicht, eingebunden werden. Ein stufenweiser, inklusiver Ansatz sorgt dafür, dass niemand auf der Strecke bleibt – auch kritische Stimmen finden Gehör. Das zeigt, wie wichtig der Austausch in der Gemeinschaft ist.
Ein kreativer Ansatz für nachhaltige Lösungen
In den letzten 2,5 Jahren hat das Projekt bereits wichtige Grundlagen für mehr Nachhaltigkeit am CCR geschaffen. Hierbei geht es nicht nur um trockene Zahlen und Statistiken, sondern um eine lebendige, kreative Herangehensweise. Die freiwilligen „greenCCR New Year’s Resolutions“ sind ein Kernstück, bei denen Gruppen erproben, was funktioniert oder neue Ideen einbringen. Und auch Kunst kommt nicht zu kurz: Upcycling-Kunstprojekte und Fachvorträge erweitern den Horizont der Beteiligten. Das ist nicht nur effektiv, sondern macht auch Spaß und bringt frischen Wind in den Forschungsalltag!
Die Ergebnisse dieser Bemühungen werden beim jährlich stattfindenden CCR Green Day präsentiert – eine tolle Gelegenheit für alle, die Fortschritte zu sehen und sich inspirieren zu lassen. Hier wird deutlich, dass Nachhaltigkeit nicht nur eine Pflicht, sondern auch eine Chance für alle Beteiligten ist. Der Fokus liegt auf der Bewusstseinsbildung und dem nachhaltigen Umgang mit Ressourcen, und man merkt, dass das Thema immer mehr als gemeinsame Aufgabe verstanden wird, die offen diskutiert werden kann.
Ein globales Ziel vor Augen
Aber was bedeutet das alles im größeren Kontext? Die Vereinten Nationen haben 2015 die Agenda 2030 als Weltzukunftsvertrag verabschiedet, die auf eine gerechtere und nachhaltigere Zukunft abzielt. Mit 17 Sustainable Development Goals (SDGs) bieten die UN eine gemeinsame Sprache, um die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts anzugehen. Das Engagement von Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft ist dabei unerlässlich. Es bleibt nicht mehr viel Zeit, um die ehrgeizigen Ziele zu erreichen – denn die Uhr tickt!
Das UN Global Compact Netzwerk Deutschland hat die Aufgabe, die Wirtschaft zu mobilisieren und Unternehmen zu unterstützen, verantwortungsvolle und nachhaltige Geschäftsstrategien zu entwickeln. Hier wird klar, dass auch die Innovationskraft der Wirtschaft entscheidend ist, um die SDGs umzusetzen. Die MedUni Wien und das greenCCR-Projekt tragen damit nicht nur lokal, sondern auch global zu einer nachhaltigen Transformation im Life-Science-Bereich bei.
Ein Blick in die Zukunft
Das Projekt greenCCR wird bis 2040 angelegt, mit einem jährlichen Budget von etwa 1000 Euro, finanziert durch Biotech-Firmen beim CCR Green Day. Die personelle Unterstützung kommt vom Institut selbst. Damit wird Nachhaltigkeit nicht nur als kurzfristiger Trend, sondern als ein integraler Bestandteil des Forschungsalltags betrachtet. Gleichzeitig haben Nachwuchsforscher:innen die Möglichkeit, früh praxisnahe Kompetenzen im Bereich Nachhaltigkeit zu erwerben. Das ist nicht nur für die Wissenschaft wichtig, sondern auch für die Gesellschaft insgesamt.
In einer Zeit, in der das Bewusstsein für nachhaltige Praktiken wächst, ist es ermutigend zu sehen, wie solche Initiativen nicht nur in Österreich, sondern weltweit Wellen schlagen können. Denn letztlich geht es darum, dass wir alle gemeinsam an einem Strang ziehen, um eine bessere Zukunft zu schaffen – ganz im Sinne des Grundprinzips „Leave no one behind“ der Agenda 2030. So bleibt nur zu sagen: Auf einen nachhaltigen Sommer in Wien!
