Wenn der Fuß vom Gas ein teurer Spaß wird: Neue Bußgelder für Wiener Autofahrer
Heute ist der 22.07.2026 und der Sommer zieht durch die Straßen Wiens. Während die Sonne lacht und die Menschen draußen flanieren, gibt es auch Neuigkeiten aus dem Bereich Verkehr, die so manch einen Autofahrer zum Schmunzeln bringen könnten – oder eher zum Schwitzen. Die österreichische Bundesregierung hat eine Reform des Bußgeldkatalogs beschlossen, die ab 2027 für einige Aufregung sorgen wird. Denn die Bußgelder für viele Verkehrsverstöße werden um bis zu 50 % angehoben. Da kann man nur hoffen, dass die Geschwindigkeit im Straßenverkehr nicht zu einem teuren Vergnügen wird!
Die Reform hat das Ziel, die Ahndung identischer Verstöße im ganzen Land zu vereinheitlichen. Wer in der Stadt oder auf dem Land zu schnell unterwegs ist, wird künftig gleich behandelt. Besonders die erhöhten Strafrahmen für erhebliche Geschwindigkeitsüberschreitungen stehen im Fokus. Überhöhte Geschwindigkeit ist schließlich eine der Hauptursachen für schwere Verkehrsunfälle. Hierbei wird der Mindeststrafrahmen bei mehr als 30 km/h Überschreitung angehoben, und die Höchststrafe für extreme Geschwindigkeitsüberschreitungen steigt sogar von 5.000 Euro auf 6.000 Euro. Da wird einem ganz anders, wenn man an die nächste Autofahrt denkt!
Neue Bußgelder für alltägliche Verstöße
Doch nicht nur bei den Geschwindigkeitsübertretungen wird’s teuer. Auch alltägliche Verkehrsverstöße werden höher bestraft. Die unerlaubte Nutzung einer Rettungsgasse kostet jetzt 200 Euro – das sind 70 Euro mehr als zuvor. Das Rechtsfahrgebot wird mit 100 Euro geahndet (vorher 70 Euro), und beim Rechtsüberholen muss man mit 115 Euro (zuvor 80 Euro) rechnen. Wer sich da nicht gut informiert, könnte schnell ins Schwitzen kommen, wenn der Brief mit der Anonymverfügung ins Haus flattert. Diese vereinfachte Geldstrafe wird an den Zulassungsbesitzer des Fahrzeugs gerichtet. Noch dazu: Bei fristgerechter Zahlung innerhalb von vier Wochen wird das Verfahren eingestellt. Ein kleiner Lichtblick!
Und auch die Parkvergehen werden teurer! Ein Halte- oder Parkverbot kostet jetzt 60 Euro statt 40 Euro, und wer in einer Kurzparkzone die Parkscheibe vergisst, wird ebenfalls mit 60 Euro zur Kasse gebeten. Das wird vielen Wiener Autofahrern sicher ein mulmiges Gefühl geben, wenn sie ihr Auto abstellen. Nicht zu vergessen, die 70 Euro, die fällig werden, wenn man unerlaubt in eine Kreuzung bei gelber Ampel einfährt. Man fragt sich, ob der ein oder andere Verkehrsteilnehmer die neuen Preise bei der Fahrt ins Grüne im Hinterkopf haben wird.
Die Reaktionen auf die Reform
Der ÖAMTC hat die einheitlichen Anonymverfügungen zwar begrüßt, aber auch Kritik geäußert. Die Höhe der Erhöhungen wird als problematisch angesehen. Man fürchtet, dass höhere Verkehrsstrafen zur Sanierung des Staatshaushalts genutzt werden könnten – ein Gedanke, der einem die Freude am Fahrvergnügen verderben kann. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Verkehrssituation in den kommenden Jahren entwickeln wird.
Doch das ist noch nicht alles! Wer denkt, dass er mit einem schnellen Auto einfach mal die Geschwindigkeit überschreiten kann, sollte sich gut überlegen, ob er sich das Risiko wirklich erlauben will. Auch die Bußgeldtabellen für Geschwindigkeitsüberschreitungen können einen ganz schön ins Schwitzen bringen. Innerorts gibt es für Geschwindigkeitsüberschreitungen von bis zu 10 km/h nur 30 Euro, aber ab 26 km/h wird es ernst – da droht ein Monat Fahrverbot. Und das kann richtig schmerzhaft werden, vor allem wenn man zwei Geschwindigkeitsüberschreitungen von mehr als 26 km/h innerhalb eines Jahres hat. Die Strafen sind also nicht zu unterschätzen!
Insgesamt ist die Reform eine klare Ansage. Sie soll nicht nur die Sicherheit im Straßenverkehr erhöhen, sondern auch für mehr Gerechtigkeit bei der Ahndung von Verkehrsverstößen sorgen. Ob das gelingt und wie die Autofahrer damit umgehen, bleibt spannend. Vielleicht wird der ein oder andere jetzt beim Autofahren ein bisschen mehr auf die Geschwindigkeit achten – und das ist ja auch nicht das Schlechteste!
