Heute ist der 2.06.2026 und die Fußball-Weltmeisterschaft rückt näher. Doch für das österreichische Nationalteam gibt es einen herben Rückschlag. Christoph Baumgartner, ein Schlüsselspieler in der Offensive, wird aufgrund einer schweren Muskelverletzung im rechten Oberschenkel nicht an dem Turnier teilnehmen können. Die bittere Nachricht erreichte ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick am Dienstagvormittag, nachdem Baumgartner sich bereits am Montag beim Aufwärmen für das Spiel gegen Tunesien verletzt hatte. Der Schock sitzt tief, denn Baumgartner war in der abgelaufenen Saison in der deutschen Bundesliga in Hochform: 33 Ligaspiele, 22 Scorerpunkte – das ist eine Hausnummer!
Der Verletzungsgrund ist alles andere als erfreulich. Ein Schuss beim Aufwärmen führte zu einem stechenden Schmerz im Hüftbeuger und die MRT-Untersuchung bestätigte die schlimmsten Befürchtungen. Rangnick musste Baumgartner kurzfristig aus der Startformation streichen und brachte stattdessen Michael Gregoritsch ins Spiel. Eine echte Zwickmühle, denn das Nationalteam muss jetzt umplanen, um die Lücke zu füllen. Rangnick wird voraussichtlich noch in dieser Woche einen Spieler nachnominieren. Nikolaus Wurmbrand von Rapid hat dabei die besten Chancen, doch auch Matthias Seidl, Kevin Stöger, Marco Grüll und Sascha Horvath könnten ins Team rücken. Es wird spannend!
Ein Schlüsselspieler fällt aus
Der Ausfall von Baumgartner wiegt schwer. Er gilt nicht nur als einer der besten Spieler, sondern auch als emotionaler Anker des Teams. Der 24-Jährige war sich sicher, dass er am „Peak“ seiner Karriere steht und die WM eine großartige Bühne für ihn gewesen wäre. Doch jetzt heißt es für ihn: mehrere Wochen pausieren. Ein späterer Einstieg in das Turnier ist ausgeschlossen. Das tut weh, nicht nur den Fans, sondern auch den Mitspielern, die sich auf seine Dynamik und Kreativität im Spiel verlassen haben.
Die medizinischen Untersuchungen haben auch David Alaba betroffen gemacht, der nach dem Spiel gegen Tunesien untersucht wurde. Glücklicherweise ergab die MRT-Untersuchung keine Muskelverletzung, und Alaba kann planmäßig am Donnerstag mit dem Nationalteam in die USA reisen. Ein kleiner Lichtblick in einer dunklen Zeit für das ÖFB-Team.
Verletzungsgefahr im Fußball
Verletzungen im Fußball sind leider an der Tagesordnung, vor allem in der Vorbereitung auf große Turniere. Häufige Probleme sind Sprunggelenkverdrehungen, Muskelfaserrisse und Kniebandverletzungen. Besonders bei ungenügendem Aufwärmen oder zu schnellem Wiedereinstieg in den Sport sind solche Verletzungen keine Seltenheit. Es wäre nicht falsch zu sagen, dass die Länderspiele vor der WM eine der letzten Möglichkeiten sind, das Kader zu testen und gleichzeitig das Verletzungsrisiko im Blick zu behalten.
Interessanterweise passiert über die Hälfte aller Sportverletzungen in Freizeitsportarten, wobei Fußball an der Spitze steht. Das FIFA 11+ Programm zur Verletzungsreduktion könnte hier helfen, aber viele Amateure nutzen solche Programme leider viel zu selten. Bei akuten Verletzungen ist das PECH-Schema (Pause, Eis, Compression, Hochlagerung) ein bewährter Ratgeber – das sollte man sich merken!
Jetzt heißt es für das ÖFB-Team, den Kopf nicht hängen zu lassen und die Herausforderung anzunehmen. Ob die Mannschaft auch ohne Baumgartner stark genug ist, wird sich zeigen. Die Vorfreude auf die WM bleibt, auch wenn der Weg dorthin nicht ganz einfach ist. Halten wir die Daumen, dass die nächsten Spiele besser laufen und die Verletzungshexe sich verzieht!
