Der Sonntag, der 10. Mai, wird für alle Fußballfans in Wien ganz besonders. Ab 17:00 Uhr steigt im Allianz Stadion in Hütteldorf das 350. Wiener Derby zwischen dem SK Rapid und der Austria Wien. Die Vorfreude ist greifbar und auch die Anzahl der verkauften Tickets spricht Bände – über 23.500 Karten sind bereits weg, und es sind nur noch wenige Restkarten verfügbar. Wer sich noch ein Ticket sichern möchte, sollte schnell sein! Diese gibt’s online unter rapidshop.at oder im Fancorner in Hütteldorf, der von Montag bis Samstag zwischen 11 und 18 Uhr auf hat.

Die Tore des Stadions öffnen schon zwei Stunden vorher, also ab 15:00 Uhr. Und um die Wartezeit bis zum Anpfiff etwas zu versüßen, gibt es die sogenannte Happy Half Hour von 15:00 bis 15:30 Uhr, wo ihr an den Stadionkiosken 12% Rabatt bekommt. Das klingt doch nach einem perfekten Start ins Derby! Doch aufgepasst: Am selben Tag findet auch der „Wings for Life World Run“ statt, was zu Verkehrsbeeinträchtigungen führen kann. Die Hadikgasse und der Hietzinger Kai werden ab Guldengasse bis ca. 14:30 Uhr gesperrt, und auch auf den Ausweichrouten, wie der Linzer Straße, kann es zu Verzögerungen kommen. Daher, lieber mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen und rechtzeitig losfahren! Die U4 bringt euch direkt nach Hütteldorf, auch die Straßenbahnlinie 49 hält in der Nähe. Und für die Fernreisenden gibt’s den Bahnhof Hütteldorf, der gleich um die Ecke liegt.

Sicherheitsmaßnahmen und Herausforderungen

Natürlich gibt es auch einen ernsten Hintergrund zu diesem Derby. Aufgrund der gewaltbereiten Fangruppierungen wird der Bereich rund um die Generali Arena zur Sicherheitszone erklärt. Die Polizei hat von 10 Uhr bis 24 Uhr eine Durchsuchungsverordnung erlassen. Das bedeutet, dass Personen der Zutritt zur Sicherheitszone verweigert werden kann, wenn die Polizei eine Gefahr vermutet. Und das ist in der Tat ein Thema, das immer wieder für Schlagzeilen sorgt. In den letzten zehn Jahren wurden beim Wiener Derby zehn schwerwiegende Vorfälle dokumentiert. Fangewalt ist ein Problem, das nicht nur Wien betrifft, sondern auch in anderen europäischen Ländern wie Frankreich, Deutschland oder der Schweiz zunehmen zu scheint.

Die Diskussion um neue Maßnahmen zur Gewaltprävention in Fußballstadien wird immer lauter. Es gibt Überlegungen, Spiele ohne Auswärtsfans oder sogar Geisterspiele durchzuführen. Doch, ob das wirklich die Lösung ist? Die Identifikation und der Ausschluss von Tätern aus den Stadien erweist sich als schwierig – ein Dialog mit den Fans wäre da vielleicht der bessere Ansatz. Die Eigenverantwortung der Klubs wird oft als unzureichend bewertet, und viele Fans stehen einer Personalisation der Tickets ablehnend gegenüber.

In England hat man die Fangruppen in eigene Bereiche mit Zäunen verlegt – ein Ansatz, der in Österreich noch fehlt. Es wird viel diskutiert, aber die Maßnahmen sind oft nicht so wirksam, wie erhofft. Die Situation bleibt angespannt, und man kann nur hoffen, dass langfristige Lösungen gefunden werden, um die Sicherheit im Stadion zu erhöhen und gleichzeitig die Begeisterung für den Fußball zu bewahren.

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