Am 11. Juni 2026 wird im Hilde-Weinberger-Saal der VHS Ottakring ein besonders spannendes Event stattfinden. Um 18 Uhr wird die Handreichung zu trans, inter und nicht-binären Schülerinnen präsentiert. Das ist ein wichtiges Thema, das in der Gesellschaft immer mehr Beachtung findet. Die Autorinnen – Luan Pertl, Marion Thuswald, Claudia Schneider, Tinou Ponzer und Magdalena Klein – haben sich viel Mühe gegeben, um eine wertvolle Grundlage zu schaffen, die sowohl Schülerinnen als auch Lehrpersonen unterstützen soll.
Umrahmt wird die Veranstaltung von geladenen Gästen, die die Handreichung aus verschiedenen Perspektiven kommentieren. So wird es nicht nur um trockene Fakten gehen, sondern um lebendige Diskussionen und den Austausch von Erfahrungen. Das Ganze findet in einem barrierefrei zugänglichen Raum statt, und für die Teilnehmerinnen, die auf Gebärdensprache angewiesen sind, wird es eine Dolmetschung in Österreichischer Gebärdensprache (ÖGS) geben. Damit wird ein weiterer Schritt in Richtung Inklusion gemacht.
Ein geselliges Beisammensein nach der Präsentation
Nach der Präsentation sind alle herzlich zu einem Get-Together eingeladen, wo es Getränke und Snacks geben wird – ein guter Ort, um ins Gespräch zu kommen und vielleicht das ein oder andere neue Gesicht kennenzulernen. Wer die Handreichung nicht sofort vor Ort mitnehmen kann, hat die Möglichkeit, sie per E-Mail an bildung@varges.at vorzubestellen. Und für alle, die lieber digital unterwegs sind: Eine digitale Version der Handreichung ist bereits in Vorbereitung.
Die VHS Ottakring zeigt mit dieser Veranstaltung, wie wichtig es ist, Themen rund um sexuelle Identität und Geschlechtervielfalt in Schulen zu behandeln. Der Bundesausschuss Queer der GEW setzt sich ebenfalls für eine diskriminierungs- und machtkritische Pädagogik ein. Das Thema ist nicht nur ein Trend, sondern essenziell für eine respektvolle und inklusive Schulbildung. Initiativen wie das Bundesnetzwerk Schule der Vielfalt und die Queerformat Fachstelle Queere Bildung leisten wertvolle Arbeit, indem sie Schulen unterstützen, ein offenes und sicheres Umfeld für alle Schülerinnen zu schaffen.
Engagement gegen Diskriminierung
Der LSVD Verband Queere Vielfalt, der seit 1990 für die Rechte von LSBTIQ eintritt, bietet auch Handlungsempfehlungen für Fachkräfte an. Die gesellschaftliche Akzeptanz von Vielfalt ist ein langfristiger Prozess, der durch solche Veranstaltungen, wie die am 11. Juni, gefördert wird. Es ist wichtig, dass Schulen nicht nur über Diskriminierung sprechen, sondern aktiv dagegen vorgehen. Hier sind Fortbildungsangebote und Materialien gefragt, um Lehrerinnen und Schülerinnen für diese Themen zu sensibilisieren.
Die Möglichkeiten zur Auseinandersetzung mit queerfeindlicher Diskriminierung sind vielfältig und sollten nicht nur in der Theorie behandelt werden. Die Bundeszentrale für politische Bildung hat dazu eine Handreichung erstellt, die Aktivitäten für Schulen und Bildungsinstitutionen aufzeigt. So wird die Sensibilisierung für diese Themen schon früh in die Köpfe der Jugendlichen getragen. Das ist wichtig, denn ein respektvolles Miteinander beginnt in der Schule.
Das Event am 11. Juni wird also nicht nur eine Präsentation, sondern ein Schritt in die richtige Richtung sein. Ein Ort der Begegnung und des Austausches – und vielleicht der Beginn von vielen weiteren Initiativen, die die Vielfalt in unseren Schulen weiter fördern.
