Es ist ein düsteres Kapitel, das sich in den Wiener Straßen von Ottakring entfaltet hat. Ein Wohnungsbrand hat das Leben von zwei kleinen Kindern – einem 3-jährigen Mädchen und ihrem 2-jährigen Bruder – ausgelöscht. Am Montag um 16:45 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert, und als sie eintrafen, fanden sie die beiden Kinder regungslos in ihrer Wohnung. Ein Schock für die Einsatzkräfte, die alles daransetzten, die beiden wiederzubeleben. Zunächst schien es, als gäbe es Hoffnung, denn beide Kinder konnten reanimiert werden. Doch die Freude währte nicht lange: Am Donnerstag verstarb die Tochter, nur wenige Stunden später folgte ihr Bruder.
Die Brandursache? Vermutlich der Akku eines Handstaubsaugers, ein tragischer Hinweis auf die Gefahren der modernen Technik. Statistiken zeigen, dass jeder sechste Brand durch elektrische Energie verursacht wird, und das sind in Österreich etwa 1.400 Brände jährlich. Im Durchschnitt hat jeder Haushalt 21 Lithium-Akkus, die, wenn sie nicht richtig behandelt werden, zu tödlichen Fallen werden können. Diese Akkus sind nicht nur praktisch, sondern können bei Überhitzung Temperaturen von bis zu 500 Grad erreichen. Es ist erschreckend zu wissen, dass falsche Ladegeräte, unsachgemäße Lagerung oder gar kleine Beschädigungen solche verheerenden Folgen haben können.
Ein schleichendes Risiko
Leider sind die Tragödien, die durch Brände verursacht werden, oft das Resultat menschlichen Fehlverhaltens. Mehr als die Hälfte aller Brände in und an Gebäuden entstehen durch elektrische Energie oder einfach durch Unachtsamkeit. Küchenbrände sind dabei besonders häufig, oft verursacht durch versehentlich eingeschaltete Herde oder brennbare Materialien, die auf dem Kochfeld liegen. Wer denkt schon daran, dass der Herd nicht als Ablagefläche genutzt werden sollte? Auch das unachtsame Entsorgen von Zigarettenkippen ist ein unterschätztes Risiko, das uns alle treffen kann. So banal es klingt, die Gefahren sind real und werden oft als geringfügig wahrgenommen.
Akkubrände, vor allem durch Lithium-Ionen-Akkus, nehmen ebenfalls zu und stellen einen erheblichen Anteil an Schadensfeuern dar. Das sollte uns alle aufmerken lassen. Herstellerhinweise zur Handhabung sind nicht nur Empfehlungen, sie sollten beachtet werden. Beschädigte Akkus dürfen niemals weiterverwendet werden – das ist ein absolutes No-Go! Auch wenn sie äußerlich unbeschädigt erscheinen, können sie innere Defekte aufweisen. Wer sein Smartphone oder ein anderes akkubetriebenes Gerät fallen lässt, sollte sich nicht scheuen, das Gerät genau zu überprüfen. Anzeichen wie Dellen im Gehäuse oder ein aufgeblähter Akku sind Warnsignale, die ernst genommen werden müssen.
Technologie im Alltag
Es ist so einfach, sich in der Hektik des Alltags zu verlieren und die Sicherheit zu vernachlässigen. Elektrogeräte, die wir für selbstverständlich halten, sind nicht ohne Risiko. Kühlschränke, Waschmaschinen und Geschirrspüler – diese „weiße Ware“ kann ebenfalls Brandursache sein, oft ohne, dass wir es überhaupt bemerken. Defekte sind häufig im Vorfeld nicht erkennbar, und wenn Kühlgeräte das Ende ihrer Lebensdauer erreicht haben, sollten sie rechtzeitig ausgetauscht werden. Auch die Installation von Elektrogeräten sollte mit Bedacht erfolgen. Leitungen sollten nicht geknickt oder über scharfe Kanten geführt werden, um Kurzschlüsse zu vermeiden. Man könnte fast sagen, dass wir alle ein wenig mehr aufpassen sollten!
In der kalten Jahreszeit oder bei extremer Hitze setzen wir unseren Lithium-Ionen-Akkus zu, ohne es zu merken. Die empfohlenen Lagertemperaturen liegen zwischen 20 und 45 Grad Celsius. Wer sein Gerät über die Grenzen hinaus belastet, riskiert, dass diese kleinen Kraftpakete zu tickenden Zeitbomben werden. Und das Letzte, was wir wollen, ist, dass die Technik, die unser Leben erleichtern soll, uns in Gefahr bringt. Ein wenig mehr Achtsamkeit kann viel bewirken.