Heute ist der 21.05.2026 und in Wien-Ottakring dreht sich alles um einen tragischen Vorfall, der die lokale Gemeinschaft erschüttert hat. Am 6. November 2025, gegen 21.45 Uhr, kam es in der Payergasse zu einer Schießerei, die nicht nur das Leben eines 33-jährigen Tschetschenen forderte, sondern auch einen 55-jährigen Serben schwer verletzte. Es war ein Abend, der für viele unvergesslich bleiben wird – und nicht auf die gute Art und Weise.

Der Vorfall, der wie ein Szenario aus einem Krimi anmutet, hatte seine Wurzeln in einem finanziellen Streit über ein Kreditgeschäft. Die Staatsanwaltschaft hat inzwischen Mordanklage gegen drei Männer erhoben: Ein 34-Jähriger wird als unmittelbarer Täter angeklagt, während ein 36-Jähriger und ein 39-Jähriger wegen Beitragstäterschaft vor Gericht stehen. Letzterer war sogar mit einer Glock-Pistole bewaffnet! Die Verteidiger der Mittäter wiesen die Anschuldigungen als haltlos zurück, was den Fall nur noch komplizierter macht.

Ein Konflikt, der eskalierte

Der Hintergrund der Schießerei scheint sich um einen Kreditvertrag zu drehen, den der Hauptangeklagte und der 36-Jährige mit einem Kreditvermittler abgeschlossen hatten. Für eine Summe von 50.000 Euro sollte der Vermittler eine Provision von 50 Prozent erhalten. Doch als dieser Kreditkarten bestellte und belastete, eskalierte die Situation. Eine „Aussprache“ am Yppenplatz wurde vereinbart – doch das, was folgen sollte, war unvorstellbar.

Am besagten Abend tauchte der Kreditvermittler zusammen mit seinen Begleitern auf, darunter auch sein Vater. Während der 34-Jährige zunächst auf einen Begleiter schoss, der jedoch Glück hatte und dem Geschoss entkam, wurde sein Vater am Bauch getroffen und musste notoperiert werden. Ein Schuss, der das Leben eines Menschen hätte kosten können, und Panik brach im Lokal aus. Die Menge flüchtete, während der Schütze nicht aufhörte, erneut zu feuern. Ein weiterer Begleiter verblutete – ein Bild des Schreckens, das wohl niemand je vergessen wird.

Die Täter und die Flucht

Die Flucht des Schützen führte ihn bis in die Türkei, wo er schließlich Ende Januar am Flughafen Istanbul festgenommen wurde. Aktuell sitzt er in U-Haft in der Justizanstalt Josefstadt. Die Anklageschrift ist jedoch noch nicht rechtskräftig. Die Verteidiger haben 14 Tage Zeit, um Einspruch zu erheben – und die Spannung bleibt hoch, da ein Schwurprozess frühestens im Juli zu erwarten ist.

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Interessanterweise haben sich zwei weitere Verdächtige der Polizei gestellt. Ein 35-jähriger Österreicher gab an, dass es um Geldschulden oder einen Kredit ging, bestritt aber, geschossen zu haben. Der zweite Verdächtige, ein 38-jähriger Mann mit ungeklärter Staatsangehörigkeit, gestand, am Tatort anwesend gewesen zu sein und eine Waffe bei sich gehabt zu haben. Auch er bestritt, die Waffe abgefeuert zu haben. Die Ermittlungen sind noch im Gange, und die Waffe wird kriminaltechnisch untersucht.

Die ganze Situation hat die Gemüter in Ottakring erhitzt und wirft Fragen auf – nicht nur über die Sicherheit in den Straßen, sondern auch über die Schattenseiten von Finanzgeschäften in unserer Stadt. Wie konnte es zu einem solchen Verbrechen kommen, und wer wird letztendlich zur Verantwortung gezogen? Die Antwort bleibt abzuwarten, doch eines ist sicher: Die Nachwirkungen dieser Schießerei werden noch lange zu spüren sein.