Heute ist der 18.04.2026 und im malerischen Sankt Ulrich erwartet die Musikliebhaber ein ganz besonderes Ereignis. Das Musikfestival FREMDE ERDE, organisiert von VIVA LA CLASSICA! in Zusammenarbeit mit dem Vienna Wiesenthal Institute for Holocaust Studies (VWI), der Israelitischen Kultusgemeinde Wien (IKG.Kultur), PEN Austria sowie dem Exilarte Zentrum der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, steht vor der Tür. Ein Festival, das nicht nur die Ohren, sondern auch die Herzen berührt.
Das Ziel dieses einzigartigen Festivals ist es, das Werk von Komponist:innen ins Rampenlicht zu rücken, die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft wurden. Viele ihrer Werke sind in Vergessenheit geraten und das Festival will ihnen die verdiente Aufmerksamkeit schenken. In diesem Sinne werden die Stücke von herausragenden Komponist:innen wie Akos Banlaky, Hanns Eisler, Maria Hofer und Erich Wolfgang Korngold aufgeführt, um nur einige zu nennen. Die Musik dieser Künstler erzählt Geschichten von Verlust, Hoffnung und der ungebrochenen Kraft des Schaffens.
Ein musikalisches Erlebnis der besonderen Art
Die Aufführungen werden von renommierten Ensembles gestaltet. Das Radio-Sinfonieorchester Warschau unter der Leitung von Michał Nesterowicz wird gemeinsam mit dem Pianisten Marek Bracha die Bühne betreten. Auch das Streichquartett des ORF RSO – Radiosymphonieorchesters Wien und Momentum Vocal Music, geleitet von Simon Erasimus, werden Teil dieses ergreifenden Abends sein. Die talentierten Sänger:innen, darunter Josipa Bainac und Chimène Smith, versprechen Emotionen pur.
Zusätzlich werden Schauspieler:innen wie Ruth Cerha und Katharina Kurschat die Werke mit ihren Erzählungen lebendig machen. Die Musiker:innen David Hausknecht, Mateusz Kasprzak-Łabudziński und viele andere werden den Abend musikalisch bereichern. Zusammen werden sie ein bewegendes Erlebnis schaffen, das nicht nur die Klänge vergangener Zeiten wieder aufleben lässt, sondern auch zur Reflexion anregt.
Die Bedeutung des Festivals
FREMDE ERDE ist mehr als nur ein Musikfestival. Es ist ein Zeichen gegen das Vergessen und ein Mahnmal für die Opfer. Der kulturelle Austausch und das Gedenken an diese Komponist:innen sind von unschätzbarem Wert. In einer Zeit, in der wir oft in der Hektik des Alltags gefangen sind, bietet dieses Festival eine Gelegenheit, innezuhalten und die tiefere Bedeutung von Kunst zu erkennen. Die Musik, die hier erklingt, ist nicht nur Unterhaltung. Sie ist ein Teil unserer Geschichte und unseres kollektiven Gedächtnisses.
Lasst uns also gemeinsam die vergessenen Melodien hören und die Geschichten der Komponist:innen neu entdecken. FREMDE ERDE ist ein Aufruf, die Vergangenheit nicht zu vergessen und die Vielfalt der Musik in ihrer ganzen Pracht zu feiern.