Die Straßen von Meidling stehen in den kommenden Jahren ganz im Zeichen der Veränderung. Inspiriert von Londons „Low Traffic Neighbourhoods“ wird hier ein innovatives Konzept für Verkehrsberuhigung und Lebensqualität eingeführt. Im Herzen dieses Vorhabens liegt die Wolfganggasse, die zum zentralen Element des ersten „Low Traffic Grätzls“ in Wien erhoben wird. Die Planungsstadträtin Ulli Sima (SPÖ) hat sich vorgenommen, mit wenigen baulichen Maßnahmen, aber umso mehr Kreativität, ein neues Lebensgefühl im Viertel zu schaffen.
Im Wesentlichen geht es darum, den Durchzugsverkehr aus den Wohngebieten zu verbannen. Stattdessen sollen Anrainerinnen, Lieferfahrzeuge und Einsatzkräfte weiterhin Zugang haben. Das klingt nach einer echten Aufwertung der Nachbarschaft! Hierbei werden Einbahnstraßen umgekehrt und Diagonalfilter eingesetzt, die durch kreative Elemente wie Pflanztröge den Verkehr lenken. Das Ziel? Neue Aufenthaltsbereiche schaffen, die die Lebensqualität der Bewohnerinnen erheblich verbessern.
Ein neuer Raum für Begegnungen
Die geplante Fußgängerzone in der Wolfganggasse wird das Herzstück des Grätzls bilden. Das klingt nach einer Einladung, das Viertel neu zu entdecken. Bunte Bodenmarkierungen, mobile Begrünungen und gemütliche Sitzbänke sollen dazu beitragen, dass sich die Menschen wieder in ihrem eigenen Stadtteil wohlfühlen. Radfahren wird nicht nur möglich, sondern sogar gefördert! Autofreie Bereiche und Fußgänger*innen-Zonen sind Teil des Plans und könnten dafür sorgen, dass die Menschen wieder mehr Zeit im Freien verbringen.
Die Umsetzung dieser Maßnahmen beginnt im Herbst 2023 und soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein. Das klingt nach einem ambitionierten Zeitplan, aber die Stadt hat sich viel vorgenommen! Die ersten Schritte sind bereits in Planung, und Meidling wird zum Vorreiter für ähnliche Projekte in Mariahilf, Rudolfsheim-Fünfhaus und Alsergrund. Die Auswahl der Gebiete basiert auf dem Wien-Plan für die Transformation des öffentlichen Raums. Es gibt also eine klare Vision, dass auch andere Stadtteile von diesen positiven Veränderungen profitieren können.
Ein Blick über den Tellerrand
In London wurden in den letzten Jahren über 200 solcher „Low Traffic Neighbourhoods“ umgesetzt, häufig mit temporären Maßnahmen, die schnell und kostengünstig realisiert wurden. Wien lernt von diesen Erfahrungen und versucht, die besten Elemente zu adaptieren, um die Luftqualität zu verbessern und die Verkehrssicherheit zu erhöhen, insbesondere für Kinder. Schließlich ist es vor allem die jüngere Generation, die von einem gesünderen und sicheren Lebensumfeld profitiert. Der lärmende Straßenverkehr soll der Vergangenheit angehören, und stattdessen könnte ein neues, lebendiges Miteinander entstehen.
Die „Low Traffic Grätzl“ sind mehr als nur ein Verkehrsprojekt – sie sind ein Schritt Richtung bessere Lebensqualität für alle, die in der Stadt leben. In Meidling wird die Zukunft jetzt schon spürbar, und die Vorfreude auf die Veränderungen ist greifbar. Es bleibt spannend, was die nächsten Jahre bringen werden und wie sich das Grätzl entwickeln wird!
