Das Mittersteig-Theater in Wien-Wieden, ein verstecktes Juwel der Stadt, wird aktuell umgebaut und weckt nicht nur Erinnerungen, sondern auch die Neugier der Wiener. Ein unterirdisches Jugendstil-Theater, das 1911 unter einem Wohnblock seine Pforten öffnete, hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Es war Kino, Bordell, Möbellager und Sportstätte – eine Art Chamäleon, das sich den Bedürfnissen seiner Zeit angepasst hat. Doch seit 30 Jahren steht das denkmalgeschützte Gebäude leer. Jetzt scheint es, als würde sich endlich etwas tun.

Die Baupolizei war vor Ort, und aus deren Berichten geht hervor, dass das Areal für bis zu 600 Besucher genutzt werden soll. Die ZKS RABELLI GmbH, die im Jahr 2025 das Theater von der BUWOG übernahm, beabsichtigt, diesen Ort für Kunst und Kultur lebendig zu machen. Hinter der Firma steht Mohammed Reza Akhavan Aghdam, ein Multimillionär iranischer Herkunft, der in 89 Firmen involviert ist. Sogar 45 Prozent an JP-Immobilien hält er. Man könnte sagen, die Aufregung um das Theater ist wie eine gut gewürzte Gulaschsuppe – es gibt viel zu entdecken!

Von der Vergangenheit zur Zukunft

Die Unterschutzstellung des Theaters umfasst den Saal sowie die Erschließungen von Straße, Parterre und Untergeschoss, und zwar schon seit 2012. Das bedeutet, dass die Bauarbeiten gewissen Anforderungen genügen müssen. Bisher wurden keine umfassenden Pläne für den Umbau eingereicht, aber eine Bauanzeige für Änderungen im Empfangsbereich und den Nebenräumen liegt bereits vor. Diese betreffen das Erdgeschoss und umfassen Anpassungen wie Kassenbereiche, Garderoben und eine Sauna. Irgendwie erinnert das an einen alten Freund, der sich neu erfindet – und das ganz im Stil seiner alten Facette!

Ein weiterer Schritt in die neue Ära ist der geplante Austausch der Fenster. Diese sollen in Anlehnung an die ursprüngliche Fassade von 1911 gestaltet werden, natürlich in enger Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt. Ein Mitarbeiter der Bauinspektion hat bereits grünes Licht gegeben. Der denkmalgeschützte Saal im Kellergeschoss bleibt dabei unangetastet. Das ist ein Zeichen, dass die Vergangenheit respektiert wird, während gleichzeitig die Zukunft gestaltet wird.

Die Wurzeln des Denkmalschutzes

Der Schutz solcher Kulturstätten hat in Österreich eine lange Tradition. Bereits 1850 wurde die „k.k. Central-Commission zur Erforschung und Erhaltung der Baudenkmale“ gegründet. Diese Institution hat sich über die Jahre zur heutigen Bundesdenkmalamt entwickelt, das seit 1918 für den Denkmalschutz zuständig ist. Die Entwicklung des Denkmalschutzes zeigt, wie wichtig es ist, unsere Geschichte zu bewahren. Es ist wie das Aufbewahren eines alten Familienrezepts: man möchte, dass die nachfolgenden Generationen auch etwas davon haben.

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Die Verantwortung für diese Schätze liegt nicht nur bei den Institutionen, sondern auch bei den Menschen. Sie sind es, die mit Leidenschaft und Hingabe dafür sorgen, dass die kulturellen Wurzeln nicht verloren gehen. Das Mittersteig-Theater ist ein Paradebeispiel dafür, wie Geschichte und Zukunft Hand in Hand gehen können. Und wer weiß, vielleicht wird dieser besondere Ort bald wieder mit Leben gefüllt, mit Geschichten, die darauf warten, erzählt zu werden.