Wiener Drogenrausch: Ein Tunnel ins Verbrechen und die Jagd auf die Cannabis-Könige
Heute ist der 12.06.2026 und die Stadt Wien hat mal wieder einen ganz besonderen Fall zu bieten – und zwar aus dem Drogenmilieu. In Liesing, genauer gesagt in der Forchheimgasse, wurde eine riesige Cannabis-Produktion aufgedeckt, die sich über sage und schreibe 3.200 m² erstreckte – das sind etwa acht Tennisplätze! Wenn das nicht beeindruckend ist, dann weiß ich auch nicht.
Die Ermittlungen, die bereits seit 2019 liefen, wurden durch einen misslungenen Tunnelbau ins Rollen gebracht. Und das Ergebnis war mehr als aufschlussreich. Die Wiener Landespolizeidirektion (LPD Wien) hat im Zuge der Operation „Psycho“ am 9. September 2025 drei Verdächtige festgenommen: einen 42-jährigen Geschäftsführer mit juristischer Ausbildung, einen 55-jährigen Verkaufsleiter und einen 46-jährigen Produktionsleiter, der sich mit seinem Spitznamen „Psychonaut“ durchaus einen Namen gemacht hat. Der Haupttäter wurde schließlich auf der kroatischen Insel Hvar geschnappt und nach seiner Flucht im Februar 2026 nach Österreich ausgeliefert.
Die unglaubliche Produktionsstätte
Die Produktionshalle war nicht nur ein Ort für illegalen Anbau, sondern auch ein kleines Paradies für die Betreiber. Ausgestattet mit Küche und Schlafmöglichkeiten, lebten dort mindestens neun illegale „Gärtner“ aus Serbien und Bosnien. Das Ganze war so professionell organisiert, dass ein Testlabor zur Qualitätsoptimierung des produzierten Cannabis eingerichtet war – der THC-Gehalt lag bei stolzen 20 Prozent! Wer hätte gedacht, dass es so etwas in Wien gibt?
Bei der Festnahme sicherten die Ermittler etwa eine Tonne Cannabiskraut, das einen Wert von 4,5 Millionen Euro hatte. Dazu kam ein Bargeldbetrag von 1,4 Millionen Euro, Gold, gefälschte Ausweise und sogar eine Glock-Pistole! Ein wahres Arsenal an Beweisen, das die Dimensionen dieses kriminellen Unternehmens deutlich macht.
Die Drahtzieher und ihre Methoden
Der Verkaufsleiter, ein 55-Jähriger, hatte bei seiner Festnahme 90.000 Euro in einem Papiersackerl dabei – das ist schon fast filmreif. Der Produktionsleiter hingegen, der mit 20 Handys ausgestattet war und täglich 12 Stunden arbeitete, schien keine Mühen gescheut zu haben. Die ganze Operation war wie ein großes, gut geöltes Rad, das bis zur Entdeckung perfekt lief.
Die Ermittlungen laufen weiterhin. Der Fall hat die Aufmerksamkeit der Behörden auf sich gezogen und zeigt einmal mehr, wie weit das Drogenproblem in unserer Stadt reicht. Wien hat sich in den letzten Jahren nicht nur als romantische Metropole, sondern auch als Ort für kriminelle Machenschaften herausgestellt. Die Frage bleibt: Was wird als Nächstes ans Licht kommen?
