Kühle Oasen im Hitzestress: Wo Wien trotz Schließungen Abkühlung findet
Heute ist der 28.06.2026 und hier in Liesing schwitzen wir ordentlich. Die Hitzewelle hat Wien fest im Griff, und ausgerechnet am heißesten Wochenende des Jahres bleiben 30 von 34 „Coolen Zonen“ geschlossen. Ja, du hast richtig gehört! Diese kühlen Rückzugsorte, die sich in Büchereien, Amtshäusern und Pensionistenclubs befinden, sind für viele auf der Suche nach etwas Erholung unerreichbar. Die meisten dieser Zonen sind auch nur unter der Woche zugänglich. Das ist irgendwie frustrierend, oder?
Besonders ärgerlich ist die Schließung der Hauptbücherei am Urban-Loritz-Platz. Hier bleibt die Klimaanlage einfach mal defekt – perfekt für eine Abkühlung, oder etwa nicht? Die Wiener Grünen, angeführt von Judith Pühringer, haben sich lautstark über die Situation beschwert. Sie bezeichnet die Schließungen als „absurd und zynisch“ angesichts der drückenden Temperaturen von bis zu 41 Grad. Ein kleiner Seitenhieb, den man nicht ignorieren kann, wenn man daran denkt, wie viele Menschen sich nach einem schattigen Plätzchen sehnen.
Die Ausnahmen
Doch nicht alles ist verloren! In Neubau wurden nach Intervention von Stadtrat Peter Hacker drei zusätzliche Zonen geöffnet. Ein Lichtblick! Außerdem gibt es vier All-In-Standorte, die für die Öffentlichkeit zugänglich sind: Erdberg, Neubau, Penzing und Ottakring – also, wenn du in der Nähe bist, schau vorbei! Und falls du etwas Abkühlung in einem anderen Rahmen suchst, hat die Caritas eine „Not-Klimaoase“ in der Krypta der Pfarre Canisius am Alsergrund, die am Samstag von 14–17 Uhr geöffnet ist. Auch im Garten der Pfarre Atzgersdorf in Liesing kannst du am Sonntagnachmittag einen kühlen Kopf bewahren.
Die Wiener Familienbäder haben sich ebenfalls etwas einfallen lassen. Ab diesem Wochenende öffnen sie bereits ab 10 Uhr, statt ab 13 Uhr. Ein kleiner Schritt, aber hey, besser als nichts! Wenn man bedenkt, dass die Sommerferien am 3. Juli beginnen, ist das eine willkommene Erleichterung für Familien und Schwimmunwillige.
Kritik und Verantwortung
Die Situation hat auch die Verantwortlichen in Erklärungsnot gebracht. Stadtrat Czernohorszky betont, dass die Öffnungszeiten der „Coolen Zonen“ von den jeweiligen Trägerorganisationen abhängen. Das klingt nach einem politischen Ping-Pong-Spiel, das in dieser Hitzewelle nicht wirklich hilfreich ist. Währenddessen bleibt die Caritas nicht untätig und bittet um Spenden für Obdachlose und Menschen, die unter extremer Hitze leiden. Das ist ein wichtiger Aufruf, um im Angesicht der Hitze solidarisch zu handeln.
Also, wenn dir die Hitze zu Kopf steigt, schau dich nach Alternativen um. Es gibt Möglichkeiten, um die drückenden Temperaturen zu überstehen, auch wenn die „Coolen Zonen“ nicht immer zur Verfügung stehen. Wien hat mehr zu bieten, als man denkt – auch in der Hitze!
