In der pulsierenden Stadt Wien, wo die Straßen niemals stillstehen, wird die Verkehrssicherheit zunehmend ernst genommen. Die neu eingeführten Radarboxen sollen an gefährlichen Stellen positioniert werden, um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu erhöhen. Der Club appelliert eindringlich an alle Autofahrer und Radler, sich an die Geschwindigkeitsbeschränkungen zu halten und damit einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit im Straßenverkehr zu leisten.
Die neuen Radarboxen nutzen eine moderne Lasermessung und sind optisch kaum von den älteren Geräten zu unterscheiden. Diese Technologie bringt jedoch eine geringere Messtoleranz mit sich: Bei Tempolimits unter 100 km/h beträgt die Toleranz lediglich 3 km/h, während sie bei höheren Geschwindigkeiten 3% nicht überschreiten darf. Es ist wichtig zu wissen, dass die Straftoleranz nicht einheitlich geregelt ist und die Radarboxen in beiden Fahrtrichtungen blitzen können, abhängig vom Standort und den Verkehrsbedingungen.
Standorte und mobile Blitzer
In Wien gibt es zahlreiche bekannte Standorte für Radarboxen, die besonders unfallträchtig sind oder an Orten mit hohem Verkehrsaufkommen installiert wurden. Dazu zählen beispielsweise der Innere Währinger Gürtel, die Südost-Tangente (A23), die Hanssonkurve Richtung Norden vor dem Verteilerkreis, die Floridsdorfer Brücke sowie die Kagraner Brücke/Wagramer Straße. Die Polizei setzt zudem auf ein mobiles Konzept mit ständigen Standortwechseln der Radarboxen, um die Wirksamkeit zu erhöhen.
Doch nicht nur die Radarboxen spielen eine Rolle in der Verkehrssicherheit. Am 5. Januar 2020 trat die EU-Verordnung Nr. 2019/2144 in Kraft, die die Typgenehmigung von Kraftfahrzeugen und Anhängern regelt. Diese Verordnung zielt darauf ab, die Sicherheit der Fahrzeuginsassen sowie ungeschützter Verkehrsteilnehmer, wie Fußgänger und Radfahrer, erheblich zu verbessern. Ab dem 6. Juli 2022 sind die neuen Sicherheitsstandards in allen EU-Mitgliedstaaten verpflichtend.
Neue Sicherheitsstandards
Die Einführung neuer Technologien und Sicherheitsmaßnahmen erfolgt in vier Stufen. Beispielsweise müssen alle neuen Fahrzeugtypen ab dem 6. Juli 2022 mit Notbremsassistenzsystemen ausgestattet sein, die selbstständig bremsen, wenn ein stehendes oder bewegtes Fahrzeug erkannt wird. Ab dem 7. Juli 2026 sind dann auch Erstzulassungen notwendig, die Fußgänger und Radfahrer erkennen können. Weitere Systeme, wie der Notfall-Spurhalteassistent und der intelligente Geschwindigkeitsassistent, sollen zusätzlich die Sicherheit im Straßenverkehr erhöhen.
Die EU-Kommission plant zudem, ab 2024 neue technische Vorgaben für Kraftfahrzeuge einzuführen. Diese beinhalten die Pflicht zur Ausstattung von Neufahrzeugen mit verschiedenen Assistenzsystemen, die als wesentlicher Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit gesehen werden. Insbesondere wird eine frühere Einführung der Abbiege-Assistenzsysteme für Lkw und Busse gefordert, um Menschenleben zu schützen.
Die Kombination aus neuen Technologien, wie den Radarboxen, und den EU-weiten Sicherheitsvorgaben zeigt, dass die Verkehrssicherheit in Wien und darüber hinaus einen hohen Stellenwert hat. Es liegt nun an jedem Einzelnen, sich verantwortungsbewusst im Straßenverkehr zu verhalten und die neuen Maßnahmen zu unterstützen. Schützen wir uns und unsere Mitmenschen – auf den Straßen dieser schönen Stadt!