Die Wiedergeburt des Hochstrahlbrunnens: Ein Wasserwunder für ein klimafreundliches Wien
Am Schwarzenbergplatz in Wien steht er majestätisch und wartet auf seine Wiedergeburt: der Hochstrahlbrunnen, ein echtes Wahrzeichen der Stadt. Vor 153 Jahren, genauer gesagt am 24. Oktober 1873, wurde er feierlich eröffnet – und zwar von Kaiser Franz Josef und Bürgermeister Cajetan Felder. Wer hätte gedacht, dass sich hinter diesem historischen Meisterwerk von Antonio Gabrielli eine kleine Welt der Astronomie verbirgt? 365 kleine Springbrunnen, die den Tagen des Jahres zugeordnet sind, das ist doch mal eine originelle Idee!
Doch wie es so oft im Leben ist: Die Zeit nagt an ihm. Der Hochstrahlbrunnen ist nicht nur ein beliebter Treffpunkt für Einheimische und Touristen, sondern auch eine bekannte Hitzeinsel in der Stadt. Das hat die NEOS Landstraße erkannt und sieht in den dringend benötigten Sanierungsarbeiten eine große Chance – eine Chance, den Platz klimafit zu gestalten. Der Antrag zur Sanierung wurde am 19. März 2026 in der Bezirksvertretungssitzung einstimmig angenommen. Das ist doch mal eine positive Nachricht für alle, die auf ein angenehmeres Stadtklima hoffen!
Sanierung und Klimafitness
Die Stadt Wien plant umfassende Sanierungsarbeiten für den Brunnen, die ab Ende 2027 beginnen und bis zur Brunnensaison 2029 abgeschlossen sein sollen. Für die Sanierung müssen nicht nur die baulichen und technischen Anlagen im Brunnenbecken und in der Brunnenstube erneuert werden, sondern auch das historische Steinmaterial wird liebevoll abgetragen, instandgesetzt und detailgetreu wieder aufgebaut. Das alles geschieht in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalamt – die Historie bleibt also erhalten, auch wenn der Brunnen nach der Sanierung frisch und neu erstrahlen wird.
Die Kosten für das gesamte Projekt belaufen sich auf stolze 12 Millionen Euro, aufgeteilt über mehrere Jahre. Das klingt nach einer gewaltigen Summe, aber wenn man bedenkt, wie wichtig der Brunnen für das Stadtbild ist, könnte man fast sagen, das ist ein Schnäppchen. Stadtrat Mag. Jürgen Czernohorszky ist ebenfalls ganz auf der Seite der NEOS und unterstützt die klimafitte Oberflächengestaltung des Platzes. Die MA 28 und MA 19 sind schon in den Startlöchern, um ein Oberflächenprojekt zu erarbeiten, das auch die technischen Einbauten berücksichtigt. Und das ist noch nicht alles – die MA 42, die Wiener Stadtgärten, wird aktiv an der Projektierung mitwirken.
Hitzeinseln und Stadtentwicklung
Die Herausforderungen in Wien sind vielfältig. Die Stadt hat eine begünstigte stadtklimatische Lage, aber die Wiener Stadtklimaanalyse zeigt, dass es große Unterschiede in den mikroklimatischen Bedingungen gibt. Besonders betroffen sind dicht bebaute Gebiete, wo der Asphalt die Hitze speichert und die Luft zum Atmen fehlt. Der Schwarzenbergplatz ist da keine Ausnahme.
Die Stadt setzt daher auf innovative Maßnahmen zur Reduktion von Überhitzung. Es wird an der Schaffung von mehr Grünflächen gearbeitet, um Luftaustausch und thermische Entlastung zu fördern. Die Vision der Stadt, einen Zugang zu qualitätsvollem Grünraum für alle Wiener*innen innerhalb von 250 Metern zu schaffen, ist nicht nur ein schöner Traum, sondern ein konkretes Ziel. Und das alles ist Teil der Smart City Strategie, die auch die Mitgestaltung von Grün- und Freiflächen im Sinne der Klimaanpassung fördert. Es geht darum, die Stadt lebenswert für zukünftige Generationen zu erhalten!
Der Hochstrahlbrunnen, dieser altehrwürdige Wasserspender, wird mit seiner Sanierung nicht nur ein schöner Anblick sein, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung des Stadtklimas leisten. Das ist eine gute Nachricht für Wien und ein weiterer Schritt hin zu einer klimafitten Stadt! Wer kann da schon widerstehen, sich auf die Brunnensaison 2029 zu freuen?
