Heute ist der 20.05.2026 und in der Inneren Stadt von Wien brodelt es wieder einmal in der Immobilienlandschaft. Ein bekanntes Bauwerk, das „Haus der Fenster“ an der Kärntner Straße 29, könnte bald den Besitzer wechseln. Momentan ist dort das Modehaus Peek & Cloppenburg untergebracht – ein Ort, wo sich Modebegeisterte gerne tummeln. Doch die Eigentümerfamilie aus Düsseldorf denkt über einen Verkauf der sechsstöckigen Handelsimmobilie nach. Kevin Meyer, Geschäftsführer von Midstad, berichtete von mehreren Anfragen, die jedoch bislang abgelehnt wurden. Erst kürzlich sind verbindliche Angebote eingegangen, aber wie es aussieht, bleibt der Verkauf weiterhin ungewiss.

In den Immobilienkreisen wird ein Preis von rund 300 Millionen Euro ins Spiel gebracht, während Wiener Experten eher auf 200 Millionen Euro tippen. So oder so, der tatsächliche Kaufpreis wird vor allem durch den Mietvertrag von Peek & Cloppenburg bestimmt. Dieser langfristige Vertrag ist nicht im Grundbuch vermerkt, was die Sache etwas komplizierter macht. Ursprünglich stand an dieser Stelle das alte Finanzministerium, das 2005 verkauft wurde. Die architektonische Handschrift stammt von dem britischen Star-Architekten David Chipperfield, der das Gebäude 2011 eröffnete. Es hat 85 große Fenster und eine Fassade aus hellem Donaukalk – ein echter Hingucker, wenn man die Kärntner Straße entlang schlendert.

Ein Blick ins Innere

Schaut man ins Innere, wird man von einem zentralen Atrium mit einer Glas- und Bronzestruktur empfangen – das Tageslicht strömt förmlich in die Verkaufsflächen und sorgt für eine angenehme Atmosphäre. Mit einer Bruttogeschossfläche von etwa 11.800 Quadratmetern verteilt auf sechs Etagen, bietet das Gebäude nicht nur fünf Handelsflächen, sondern auch ein Lager- und Bürogeschoss. Kaum zu glauben, dass das Kaufhaus Tyrol in Innsbruck nach dem Vorbild dieses Hauses gestaltet wurde! Die Cloppenburg-Familie war übrigens auch an der Übernahme der Tiroler Immobilie beteiligt.

Peek & Cloppenburg ist jedoch nicht nur in der Kärntner Straße aktiv. In der Mariahilfer Straße betreibt das Unternehmen einen weiteren Standort, der derzeit modernisiert wird. Und das ist noch nicht alles: Geplante Erweiterungen umfassen ein Hotel mit 150 Zimmern, das bis Ende 2026 fertiggestellt werden soll. Trotz der Ungewissheit rund um das „Haus der Fenster“ kann man sagen, dass Peek & Cloppenburg in Österreich stark aufgestellt ist – im Jahr 2024 wurde ein Umsatz von 1,3 Milliarden Euro erzielt, mit einem Anstieg von 8,3 Prozent. Das Eigenkapital des Unternehmens beläuft sich auf 400,5 Millionen Euro und der Jahresüberschuss liegt bei 8,76 Millionen Euro. In Österreich betreibt das Unternehmen gleich 15 Standorte.

Zukunftsperspektiven

Was wird also aus dem „Haus der Fenster“? Die kommenden Monate könnten entscheidend sein. Ein Verkauf würde nicht nur die Immobilienlandschaft in Wien verändern, sondern auch die Präsenz von Peek & Cloppenburg in der Stadt beeinflussen. Die Frage, die viele beschäftigt, ist: Wird das Modehaus weiterhin an diesem ikonischen Standort bleiben, oder zieht es an einen anderen Ort? Immerhin hat sich das Unternehmen in Wien etabliert und die Kunden schätzen die Vielfalt, die es bietet.

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Die Entwicklungen rund um das „Haus der Fenster“ sind auf jeden Fall spannend zu beobachten. Ob es nun zum Verkauf kommt oder nicht – die Wiener Immobilienwelt bleibt aufregend und voller Überraschungen. Wer weiß, vielleicht gibt es bald neue Nachrichten, die uns alle in Staunen versetzen werden!