In der pulsierenden Inneren Stadt Wiens wird es bald richtig kreativ, denn der international bekannte Keramikkünstler Erwin Schwentner präsentiert seine Soloausstellung mit dem Titel „Schwentner schöpft bewusst aus dem Unbewussten“. Schwentner, der 1980 seine Reise in die Welt des künstlerischen Gestaltens begann, ist nicht nur ein Autodidakt, sondern auch Jurist und Richter – ein spannender Mix, der sich in seinen humorigen und grotesken keramischen Objekten widerspiegelt. Geboren in Hitzendorf bei Graz, hat er sich inzwischen einen Namen gemacht und zählt zur Richtung der „Postmodernen Ludität“, die eine neue Verspieltheit in der Kunst verkörpert.
Die Vernissage findet am 2. Juni 2026 ab 18:30 Uhr in der KreativRaum Galerie in der Biberstraße 4, 1010 Wien, statt. Die Ausstellung läuft bis zum 12. Juni 2026 und hat an den Öffnungstagen – Dienstag, Mittwoch und Freitag von 15 bis 19 Uhr sowie Samstag von 12 bis 17 Uhr – die Türen für Kunstliebhaber geöffnet. Am Tag der Vernissage hat man sogar bis 21 Uhr Zeit, um die kreativen Werke zu bestaunen. Über die Jahre hat Schwentner zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter den Viktor-Forgassy-Preis und den Grazer Wasserkunstpreis, und seine Werke sind nicht nur in Österreich, sondern auch in Ländern wie Italien, Japan und Peru zu sehen gewesen. Besonders bemerkenswert: Er gestaltet auch Kunst im öffentlichen Raum, wie eine beeindruckende Bronze-Bodenplatte in Bratislava.
Keramikkunst im Aufschwung
Keramik galt lange Zeit als das „Schmuddelkind“ unter den Kunstformen – oft belächelt und mit funktionalen Objekten wie Geschirr und Vasen assoziiert. Doch das Blatt hat sich gewendet! In den letzten Jahren haben Institutionen, Galerien und Biennalen die Faszination für keramische Kunst neu entdeckt. Künstler wie Pablo Picasso haben dazu beigetragen, die Wertschätzung für diese Kunstform zu steigern, denn seine berühmte graue Eule „Le hibou gris“ erzielte unglaubliche 2,4 Millionen US-Dollar. Schwentners Arbeiten fügen sich perfekt in diesen Trend ein, denn sie sind nicht nur handwerklich meisterhaft, sondern erzählen auch Geschichten, die tief in das Unbewusste eindringen.
Die Liste bedeutender Künstler des 20. Jahrhunderts, die mit Keramik arbeiteten, ist wahrlich beeindruckend: Namen wie Fernand Léger, Salvador Dalí und Meret Oppenheim zeigen, dass diese Kunstform viel mehr ist als nur hübsche Deko. Sie hat eine kulturelle und historische Bedeutung, die immer mehr Menschen begeistert – und das ist genau das, was Schwentner in seiner Ausstellung transportiert. Mit einem Hauch von Humor und einer Prise Groteske zieht er das Publikum in seinen Bann und lässt es in die Tiefen seiner kreativen Welt eintauchen.