Heute, am 11. Mai 2026, strahlt die Sonne über St. Georgen am Längsee und lädt die Menschen ein, die Schönheit des Ortes zu entdecken. Ein Besuch im Stift St. Georgen am Längsee – ein ehemaliges Kloster der Benediktinerinnen – steht auf dem Programm. Anlässlich des Muttertagsmarktes wird hier nicht nur gefeiert, sondern auch die reiche Geschichte des Stifts lebendig. Und die ist alles andere als langweilig!

Gegründet zwischen 1002 und 1023, erlebte das Stift viele Höhen und Tiefen. Ursprünglich von Gräfin Wichburg, der Gattin des Grafen Ottwin von Sonnenburg, ins Leben gerufen, steht es auf den Überresten einer Georgskirche und wurde 1023 durch Erzbischof Hartwig von Salzburg geweiht. In den ersten Jahrhunderten blühte das Kloster auf, vor allem dank der Aufnahme nur von Adelsangehörigen, was das Klostervermögen schnell wachsen ließ. Es gab sogar plündernde Übergriffe im Krieg 1259 und den Türkenkriegen 1473, die der Klosteranlage zusetzten.

Architektur und Umbauten

Die gotische Stiftskirche, die heute als Pfarrkirche der Gemeinde dient, ist ein wahres Architekturjuwel. Die Kirche hat viel erlebt – im 14. Jahrhundert fand ein Umbau statt, und die Strebepfeiler am Chor sowie im Langhaus sind bis heute erhalten geblieben. Interessanterweise stammt ein Stufenportal an der Nordseite aus dem 16. Jahrhundert; man spürt förmlich die Geschichte, die sich in den Mauern verbirgt.

Die barocke Umgestaltung begann 1654 durch Baumeister Pietro Francesco Carlone und dauerte bis 1658. Es war eine Zeit der Gegenreformation, die das Kloster prägte. Viele lokale Handwerker trugen dazu bei, das Stift in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Besonders beeindruckend ist die barocke Kirchturm, der 1827 umgebaut wurde. Auch die Kirchenfenster wurden im Barock umgestaltet und verleihen dem Innenraum eine besondere Atmosphäre.

Ein Blick in die Geschichte

Die Krypta unter dem Chor – die leider nicht mehr zugänglich ist – birgt noch Reste romanischer Bausubstanz und erzählt von längst vergangenen Zeiten. Ein Ornamentstein aus dem 11./12. Jahrhundert ist ebenfalls erhalten. Darüber hinaus ist ein Stiftertäfelchen aus etwa 1250 zu bewundern, das das Stifterpaar und Äbtissin Hiltipurg zeigt. Solche Details machen die Geschichte lebendig, sie sind wie kleine Fenster in die Vergangenheit.

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Die Glocke im Kirchturm, datiert auf 1583, ertönt noch immer und lässt uns daran denken, wie viele Menschen hier über die Jahrhunderte hinweg Trost und Hoffnung fanden. Und nicht zu vergessen die Grabsteine, wie den der Afra von Staudach aus dem 16. Jahrhundert, mit Inschrift und Puttodarstellungen – all das trägt dazu bei, die einzigartige Atmosphäre des Stifts zu spüren.

Mit all diesen Schätzen und der lebendigen Atmosphäre während des Muttertagsmarktes ist das Stift St. Georgen am Längsee ein Ort, der sowohl zum Staunen als auch zum Verweilen einlädt. Ein Besuch hier ist einfach nur fantastisch und lässt einen die Geschichte der Region auf ganz besondere Weise erleben.