Die Unterführung bei der Zehetnergasse, nicht weit von der U4-Station Unter St. Veit, sorgt für ordentlich Gesprächsstoff unter den Anrainern. Geräusche von vorbeirasenden Autos, dem Quietschen von Fahrradreifen und das gelegentliche Geschrei von spielenden Kindern mischen sich hier auf engem Raum. Eine brisante Mischung, die nicht nur die Anwohner beschäftigt, sondern auch die Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern auf die Probe stellt. Gerhard Hämmerle, ein blinder Bewohner der Gegend, beschreibt die Unterführung als „potentiell hochriskantes Nadelöhr“. Und das zu recht! Besonders zur Stoßzeit, wenn der Verkehr brodelt, wird die Passage zum Nadelöhr für alle, die sich hier durchdrängeln wollen.
Die Sorgen der Anwohner sind nicht unbegründet. Stefan Mangold, ein weiterer betroffener Nachbar, weist auf die Schwierigkeiten hin, die sich beim Vorankommen mit Kindern oder Kinderwagen ergeben. Oft müssen sie auf die Fahrbahn ausweichen, wenn die Gehsteige überfüllt sind. Am liebsten würden sie sicher und stressfrei ihren Weg gehen, aber die Realität sieht oft anders aus. Die Polizei, die den Abschnitt nicht als Unfallhäufungsstelle einstuft, nimmt die Bedenken der Bürger dennoch ernst. Das ist ein Anfang, aber wie geht es wirklich weiter?
Geplante Änderungen und Aufwertung
Langfristige Änderungen stehen auf der Agenda, insbesondere im Rahmen der Umbauten an der Verbindungsbahn. Die ÖBB plant eine grundlegende Erneuerung der Unterführung: Breite von etwa 15 Metern, mehr Platz für alle Verkehrsteilnehmer und eine vergrößerte Durchfahrtshöhe. Das klingt nach einem vielversprechenden Schritt! Breitere Gehsteige und entsprechende Fahrspuren für PKWs und Radfahrer sollen künftig für mehr Sicherheit und Komfort sorgen. Auch der Lichtschein wird nicht zu kurz kommen – die Beleuchtung wird in Zusammenarbeit mit der MA33, dem zuständigen Amt für die Straßenbeleuchtung in Wien, errichtet. Ein Lichtblick, sozusagen.
Der Zeitplan für die Attraktivierung der Verbindungsbahn bleibt trotz einer Beschwerde beim Verfassungsgerichtshof unverändert. Voraussichtlich im Herbst dieses Jahres sollen die Arbeiten beginnen. Ein Licht am Ende des Tunnels, könnte man sagen – allerdings wird die Baustellensaison in Wien bereits aktiv, und die Aufregung um Verkehrseinschränkungen ist überall zu spüren.
Aktuelle Baustellen in der Stadt
Die Baustellen in der Stadt sind ein ständiges Thema. Von der Lothringerstraße, wo der rechte Fahrstreifen bis Ende 2027 gesperrt bleibt, bis hin zu U-Bahnbauarbeiten in der Alser Straße und Universitätsstraße – die Liste ist lang. Einschränkungen und Sperren in verschiedenen Bezirken, die alle ein Stück weit den Alltag der Wiener beeinflussen. Für die Autofahrer wird es nicht einfacher, mit Umleitungen und geänderten Verkehrsführungen. Die Stadt hat also alle Hände voll zu tun, und das wird auch noch eine Weile so bleiben.
Fussverkehr und Masterpläne
Wien setzt jedoch auch auf den Fußverkehr. Mit Investitionen in breitere Gehsteige und Fußgängerzonen wird versucht, die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum zu verbessern. Über ein Drittel der täglichen Wege in Wien werden zu Fuß zurückgelegt – das ist nicht wenig! Die Bezirke sind gefordert, das Fußwegenetz zu optimieren und Sicherheitsmaßnahmen, insbesondere auf Schulwegen, zu verbessern. Die Grundlage dafür sind die „Masterpläne Gehen“. Diese Pläne werden von den Fachdienststellen MA18 und MA28 unterstützt, und es gibt sogar finanzielle Mittel des Bundes, die beantragt werden können. Das ist doch ein Schritt in die richtige Richtung, oder?
Mit den bevorstehenden Änderungen an der Zehetnergasse und der generellen Aufwertung des Fußverkehrs in Wien steht die Stadt vor einer spannenden Zeit. Vorfreude auf mehr Sicherheit und Lebensqualität in den Straßen der Hauptstadt ist also durchaus berechtigt! Man darf gespannt sein, wie sich die Situation entwickeln wird und ob die Anwohner endlich entspannter durch ihre Nachbarschaft schlendern können.