Asbestalarm in Wien: Gesundheitsrisiko für Familien in Liesing und Hietzing
In den letzten Wochen haben sich die Wogen in Wien ganz schön hochgeschlagen, und das nicht ohne Grund. In den Bezirken Liesing und Hietzing gibt es besorgniserregende Verdachtsfälle von Asbest. Ja, richtig gehört! Die Volkspartei und Greenpeace schlagen Alarm und fordern dringende Aufklärung sowie Schutz für die betroffenen Familien. Laut einer Auswertung von Bodenproben wurde Asbest in der gesamten Stadt nachgewiesen – das ist alles andere als ein Kavaliersdelikt.
Greenpeace hat sogar über 300 Meldungen zu Asbestfunden in Vorgärten, Straßen, Kinderspielplätzen, Krankenhäusern und Wegen erhalten. Das zeigt, wie weit verbreitet das Problem ist. Insbesondere in Hietzing ist die Bezirksvorsteherin Johanna Zinkl ganz auf den Punkt: Gesundheit und Information müssen jetzt ganz oben auf die Agenda. Auch der Obmann der ÖVP-Liesing, Patrick Gasselich, fordert, dass die Testergebnisse schnellstmöglich ausgewertet werden, damit die betroffenen Familien wissen, woran sie sind.
Asbest auf den Straßen
Was ist da genau los? Greenpeace hat Asbest-Asphalte auf gleich acht Straßen in Wien und Umgebung gefunden – darunter bekannte Straßen wie die Rosenhügelstraße und die Triester Straße, die sogar bis an die Grenze zu Niederösterreich reicht. Laboranalysen haben ergeben, dass es sich um hoch krebserregenden Amphibolasbest handelt. Das klingt nicht nur nach einer schlechten Nachricht, sondern ist es auch. Ungarische Behörden setzen sich mit der Bevölkerung zusammen, um einen Asbestkataster zu erstellen. Eine Taskforce im Burgenland versucht ebenfalls, Licht ins Dunkel zu bringen, aber wo das Material genau liegt, bleibt unklar.
Greenpeace hat eine interaktive Online-Karte ins Leben gerufen, auf der Asbestfunde gemeldet werden können. Ein wichtiger Schritt, um die Öffentlichkeit zu sensibilisieren und zu informieren. Man könnte fast meinen, dass hier eine Art Wettlauf gegen die Zeit stattfindet, denn die Schätzungen besagen, dass die betroffenen Asphalte sogar zu ein bis fünf Prozent aus Asbest bestehen. Und schon ein sanfter Druck kann gefährliche Asbestfasern freisetzen! Da wird einem ganz anders, oder?
Gesundheitsschutz hat Priorität
Die Stadt Wien hat auf die Situation reagiert. Bei neuen Straßenbauprojekten wird der Straßenkörper nun auf Asbest untersucht – ein notwendiger Schritt, um die Gesundheit der Bürger zu schützen. Bei den aktuellen Bauvorhaben der MA 28 wird kein asbestbelastetes Gesteinsmaterial verwendet. Hier wird klar, dass der Gesundheitsschutz und die sichere Nutzung der Straßeninfrastruktur für die Stadt oberste Priorität haben. Aber wie sieht es mit den Bestimmungen aus? In Österreich gelten strenge Regelungen für den Umgang mit Asbest. Abbruch- oder Sanierungsarbeiten dürfen nur von ermächtigten Arbeitgebern durchgeführt werden, und die Grenzwerte für Asbest werden bis Ende 2025 auf 10.000 Fasern pro m³ gesenkt.
Asbest ist ein beständiges Mineral, das in der Zeit von 1950 bis 1990 in Österreich in großen Mengen verwendet wurde. Die Gesundheitsrisiken sind enorm: Asbest kann zu Krebserkrankungen und anderen schweren Gesundheitsproblemen führen. Die Latenzzeiten für diese Erkrankungen betragen oft Jahrzehnte, was die Situation noch dramatischer macht. Arbeitnehmer müssen nicht nur über die Gefahren informiert werden, sondern auch die Exposition muss so gering wie möglich gehalten werden.
Die Situation ist alles andere als einfach, und die Anfragen nach Informationen und Unterstützung häufen sich. Die Menschen wollen wissen, was in ihren Straßen und Gärten vor sich geht. Ein Diskurs, der nicht nur über Asbest, sondern auch über Sicherheit, Gesundheit und das Vertrauen in die Stadtregierung führt. In der Wiener Stadtpolitik wird es jetzt darauf ankommen, die richtigen Schritte zu setzen – für die Gesundheit aller, die hier leben.
