In einem gemütlichen Wohnzimmer in Wien-Hernals hat Alexandra Augustin das Wödscheim-Team empfangen. Hier, zwischen ein paar alten Platten und dem Duft von frisch gebrühtem Kaffee, wird das dritte Album „The Crux“ von Killed By 9V Batteries vorgestellt. Ein Album, das nicht nur musikalisch, sondern auch geschichtlich eine besondere Rolle spielt. Die Band, die ihren Ursprung in der Steiermark hatte, war bekannt für ihren noisigen Sound – ein Klang, der für viele Fans unvergesslich bleibt.
„The Crux“ wurde 2011 über Siluh Records veröffentlicht und markiert das letzte Kapitel in der Geschichte der Band, die sich 2014 auflöste. Die vierköpfige Besetzung bestand aus Wolfgang Möstl (Gesang, Gitarre, Orgel), Mario Zangl (Bass), Mario Loder (Drums) und Philipp Ludersdorfer (Gitarre). Ein interessanter Fakt: Wolfgang Möstl hat seinen Namen in Wolfgang Lehmann geändert, ist heute aber immer noch aktiv in der Musikszene. Man kennt ihn nicht nur von Killed By 9V Batteries, sondern auch von Mile Me Deaf und seit 2025 als Mitglied der Rockband Naked Lunch. Außerdem ist er als Songwriter und Produzent aktiv – zuletzt für das Album „Gschnas“ von Voodoo Jürgens.
Die Wurzeln des Sounds
Der Sound von Killed By 9V Batteries ist ein wahres Erlebnis – laut, dreckig und ungeschliffen, aber genau das macht ihn so besonders. Es ist der Sound, von dem man nicht nur hört, sondern den man fühlt, der einen mitreißt und mitten ins Herz trifft. Man kann sich lebhaft vorstellen, wie die Band ihre Energie auf der Bühne entfaltet hat, das Publikum in Ekstase versetzt und die Wände zum Beben gebracht hat.
Simon Nowak, auch bekannt als Deschek, ist heute noch als Co-Host bei Wödscheim aktiv. Diese Verbindung zur Band und zur Musikszene zeigt, wie sehr die Wurzeln der Gruppe in der heutigen Kultur verwurzelt sind. Die Musik von Killed By 9V Batteries lebt weiter, nicht nur in den Erinnerungen der Fans, sondern auch in den neuen Projekten, die aus diesem kreativen Umfeld hervorgegangen sind.
Ein Blick in die österreichische Musikgeschichte
Im Kontext der österreichischen Musikgeschichte ist das Oesterreichische Musiklexikon (oeml) eine wertvolle Quelle. Es bietet einen umfassenden Überblick über die Musikszene von der Prähistorie bis zur Gegenwart. Mit rund 9.000 Artikeln ist es ein wahres Schatzkästchen für Laien und Fachleute gleichermaßen. Es ist erstaunlich, wie das Lexikon sich seit seiner Gründung im Jahr 2002 weiterentwickelt hat und mittlerweile auch in reduzierter Form kostenfrei zugänglich ist.
Die Vielzahl an Artikeln, die sowohl Personen als auch Institutionen abdecken, zeigt die Vielfalt und den Reichtum der österreichischen Musikszene. Hier finden sich nicht nur Informationen zu bekannten Künstlern, sondern auch zu weniger bekannten, die dennoch einen wichtigen Beitrag geleistet haben. Und das alles in einem Format, das sich gut für das digitale Zeitalter eignet.
So bleibt die Musikgeschichte Österreichs lebendig und wird auch in Zukunft von neuen Generationen entdeckt und gefeiert. Und wer weiß, vielleicht wird das nächste große Album schon bald aus einem Wohnzimmer in Hernals entstehen – die Chancen stehen gut!