Am Hanslteich in Hernals ging kürzlich die siebte Rettungsaktion des Vereins Gegen Tierfabriken (VGT) zu Ende. Einmal mehr haben sich zahlreiche Freiwillige zusammengefunden, um über 300 Amphibien vor dem Straßenverkehr zu bewahren. Ja, du hast richtig gelesen – über 300! Aber, und das ist das Traurige, es war das schwächste Jahr seit Projektbeginn. Nur 383 Tiere konnten gerettet werden, und das ist ein echter Rückschlag im Vergleich zu den 692 Tieren, die im Vorjahr in Sicherheit gebracht wurden.

Die fleißigen Helferinnen und Helfer – insgesamt 90 an der Zahl – haben sich über 750 Stunden lang engagiert. Sie haben einen 1,3 Kilometer langen Zaun betreut, der zwischen dem Kreisverkehr Marswiese und dem Zufahrtsweg zum Hanslteich errichtet wurde. Täglich wurde dieser Zaun kontrolliert, und die Amphibien, die an ihm aufgefangen wurden, wurden in Kübel gesammelt und zweimal täglich kontrolliert. Ein ganz schöner Aufwand, oder? Aber das ist es wert, denn die Tiere, die gerettet wurden, konnten sich sehen lassen: 225 Erdkröten, 93 Springfrösche, 26 Grasfrösche, 6 Molche (darunter 2 Alpenkammmolche) und 33 Feuersalamander fanden ein sicheres Zuhause.

Ein trockenes Jahr für die Amphibien

Projektleiterin Heidi Lacroix sprach von den besonderen Herausforderungen in diesem Jahr. Es war das trockenste Jahr seit Beginn der Messgeschichte! Wenig Regen im März und April hat die Wanderaktivität der Amphibien stark beeinträchtigt. Die Tiere waren einfach nicht so aktiv wie gewohnt, und das merkte man leider auch an den Zahlen. Wenn wir uns die letzten Jahre ansehen, war das ein echter Schock. Aber trotzdem, der VGT ist stolz auf das, was erreicht wurde.

Man kann nur hoffen, dass die geplanten baulichen Maßnahmen, wie das fixe Tunnel-Leit-System am Hanslteich und am Schottenhof, die Situation verbessern werden. Diese Tunnel sind nicht nur für die Amphibien wichtig, sondern auch für andere Tiere. Der Bau wird bald beginnen – finanziert vom Bezirk und gefördert durch die EU. Das klingt doch nach einer sinnvollen Investition in die Zukunft!

Ein Gemeinschaftsprojekt

Das Interesse an den Workshops des VGT wächst, und das ist eine erfreuliche Nachricht. Immer mehr Menschen möchten sich für den Schutz der Amphibien engagieren und lernen, wie sie helfen können. Diese Gemeinschaftsaktionen bringen nicht nur die Natur näher, sie fördern auch den Zusammenhalt in der Nachbarschaft. Es ist einfach schön zu sehen, wie die Menschen zusammenkommen, um etwas Gutes zu tun!

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Die Dankbarkeit des VGT an all die freiwilligen Helfer darf nicht unerwähnt bleiben. Ohne ihren unermüdlichen Einsatz wäre die Rettungsaktion nicht möglich gewesen. Ein großes Dankeschön an alle, die sich engagiert haben – nur gemeinsam können wir die kleinen Geschöpfe schützen.