In Hernals, genauer gesagt in der Heuberggasse 10, hat ein bedeutendes Kapitel für das denkmalgeschützte Terramare-Schlössl begonnen. Dieses klassizistische Juwel, das im Jahr 1869 erbaut wurde und einst als Sitz der kroatischen Botschaft diente, ist seit 2014 ungenutzt und zeigt deutliche Spuren des Verfalls. Anwohner äußerten immer wieder ihre Besorgnis über den schlechten Zustand der Villa, deren Fassade bröckelte und das Grundstück zunehmend verwahrlost wirkte. Doch nun scheint Licht am Ende des Tunnels zu sein, denn die Renovierungsarbeiten haben begonnen und sollen bis 2027 abgeschlossen sein.

Die Botschaft von Bosnien-Herzegowina, die Eigentümerin des Schlössls, hat die Initiative ergriffen, um das wertvolle Gebäude zu sanieren. Die ersten Arbeiten, die bereits im April 2026 starteten, konzentrieren sich auf das Dach, die Wände und die Fenster. Diese Phase soll bis Ende März 2027 abgeschlossen sein. Besonders erfreulich ist, dass das Bundesdenkmalamt eng mit der Botschaft zusammenarbeitet, um die Sanierungs- und Restaurierungsmaßnahmen zu gestalten.

Ein langer Weg zur Sanierung

Die Geschichte des Terramare-Schlössl ist mit zahlreichen Herausforderungen verbunden. Bereits im Jahr 2016 stellte die FPÖ eine Anfrage zur Sanierung, die jedoch abgelehnt wurde. Damals kündigte der Stadtrat Dr. Michael Ludwig an, dass die Baupolizei die Angelegenheit prüfen würde. Im Herbst 2016 wurden zwar Gebäudeschäden festgestellt, jedoch wurde kein sofortiges Handeln für notwendig erachtet. Erst im August 2018 wurde das Schlössln unter Denkmalschutz gestellt, was der Erhaltung einen zusätzlichen Schub gab.

Die FPÖ setzte sich unermüdlich für den Erhalt des Gebäudes ein und stellte mehrere Anfragen und Anträge. Im Dezember 2019 wurde eine Resolution für den Erhalt des Schlössls in der Bezirksvertretung eingebracht. Es gab immer wieder Bedenken über mögliche Bauprojekte auf dem Grundstück, die nicht genehmigt waren. Die damalige Bezirksvorsteherin Dr. Ilse Pfeffer bestätigte, dass keine Bauansuchen vorliegen, was den Anwohnern etwas Hoffnung gab.

Ein ungewisses Zukunftsbild

Die zweite Phase der Renovierungsarbeiten, die auch den Innenbereich des Terramare-Schlössl umfasst, steht noch in den Sternen, da dafür derzeit finanzielle Mittel gesucht werden. Die zukünftige Nutzung der Villa bleibt unklar. Anwohner und Interessierte hoffen auf eine sinnvolle Verwendung, die das historische Erbe bewahrt und gleichzeitig der Gemeinschaft zugutekommt.

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Das Terramare-Schlössl, benannt nach Georg Eisler von Terramare, einem Dramatiker und Regisseur, hat eine lange und bewegte Geschichte. Die Renovierungsarbeiten sind ein wichtiger Schritt, um diesem Erbe neues Leben einzuhauchen und die Sorgen der Anwohner zu zerstreuen. Die Stadt Wien, die aufgrund fehlender Zuständigkeit lange nicht eingreifen konnte, wird nun hoffentlich Zeugin eines erfolgreichen Sanierungsprozesses, der das Schlössln für kommende Generationen bewahrt.